Wahllexikon

Wir liefern Erklärungen und Hintergrundinformationen zu Wahlen, Wahlrecht und digitaler Demokratie

Verhältniswahl

Bei einer Verhältniswahl wird das Wahlergebnis durch das proportionale Verrechnen jeder einzelnen Stimme ermittelt. So wird das anteilige Verhältnis der Stimmen für die Vorschlaglisten bestimmt. Dadurch kann jede abgegebene Stimme berücksichtigt werden und findet in der Berechnung des verhältnismäßigen Stimmenanteils ihre gerechte und demokratische Umsetzung. Dafür können verschiedene Rechenverfahren angewandt werden: D'hondtschen Höchstzahlensystems, Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren oder auch das Hare-Niemeyer-Verfahren

Das Gegenstück zur Verhältniswahl ist die Mehrheitswahl.

Vorteile einer Verhältniswahl

Durch die Berechnung des Stimmenverhältnisses werden alle Wählerstimmen berücksichtigt und so kann ein partizipatorisches Bewusstsein geschaffen werden. Zudem erhalten verhältnismäßig weniger populäre Interessengruppen die Chance auf einen Sitz und so ist auch das Wahlergebnis eine repräsentative Wiedergabe der Wählerschaft.

Erfahren Sie mehr über die Verhältniswahl und für welche Institutionen dieses Wahlverfahren geeignet ist

Siehe auch: D'hondtsches Höchstzahlensystem, Hare-Neimeyer-Verfahren, Saint-Laguë/Schepers-Verfahren, Personenwahl, Mehrheitswahl

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