Wahllexikon

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Demokratie

Die Idee der Demokratie und ihre ersten Verwirklichungen sind über 2000 Jahre alt. Der Begriff Demokratie stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet "Herrschaft des Volkes". In ihrer Urform wurde die Demokratie noch als direkte Demokratie praktiziert, indem sich die "freien Männer" auf dem Marktplatz Polis versammelten und über ihre Angelegenheiten abstimmten. Inzwischen herrscht zumeist die Form der repräsentativen Demokratie vor, bei der die wahlberechtigten Bürger Repräsentanten wählen, die dann für eine festgelegte Zeit als Vertreter des Volkes politische Entscheidungen treffen.

Flankiert werden kann die repräsentative Demokratie durch direkte Abstimmungen, z.B. bei Volksentscheiden. In diesem Rahmen wird derzeit auch an alternativen Formen der Demokratie geforscht, wie beispielsweise der "Liquid Democracy". Mit diesem Konzept sollen die Grenzen der Partizipation für jeden einzelnen Bürger beseitigt werden.  Ein Kernelement dieses Ansatzes ist das sogenannte Delegated-Voting-Prinzip, bei dem der Wähler von Fall zu Fall („fließend“) entscheiden kann, ob er bei einer anstehenden Entscheidung seine Stimme selbst abgeben oder sein Stimmrecht an jemand anderes delegieren möchte. Je nach Wunsch kann also jeder Bürger mal Repräsentierter und mal Repräsentierer werden.


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