Wahllexikon

Wir liefern Erklärungen und Hintergrundinformationen zu Wahlen, Wahlrecht und digitaler Demokratie

Briefwahl

Die Briefwahl beschreibt eine verbindliche Stimmabgabe per Post. Einige Präsenzwahlen bieten in Ergänzung zum Urnengang im Wahllokal die Möglichkeit, sich für die Briefwahl zu registrieren, um so eine größere Freiheit zum Ort und Zeitpunkt der Stimmabgabe zu ermöglichen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Briefwahl ist die Beantragung eines Wahlscheins. Die Briefwahl ist neben der Online-Wahl eine Form der Fernwahl. 

Bei der Briefwahl wird der ausgefüllte Stimmzettel vom Stimmberechtigten in einen Wahlbriefumschlag gelegt, der gemeinsam mit einer persönlichen Erklärung des Wählers in einen weiteren Rückumschlag gelegt und in der Regel postalisch an den Wahlvorstand zurückgesendet wird. Durch die postalisch benötigte Vorlaufzeit ist die Briefwahl in der Regel eine Voraus-Wahl, bei der die Stimmabgabe auf dem Stimmzettel bereits vor dem eigentlichen Wahltag erfolgt. Mehr Informationen zu den Briefwahlunterlagen lesen

Die Briefwahl ist vergleichsweise teuer und anfällig für Wahlbetrug, erfreut sich jedoch wachsender Beliebtheit bei den Wählern. Die Stimmabgabe ist in einer mobilen Gesellschaft sehr bequem und ermöglicht die Stimmabgabe auch bei Abwesenheit. Online-Wahlen gelten als moderne Alternative zur Briefwahl.

Weitere Informationen zu Briefwahlen:

 

Siehe auch: Fernwahl, Urnenwahl, Wahlordnung, Wahlgrundsätze, Stimmzettel, Wahlschein

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