Wahllexikon

Wir liefern Erklärungen und Hintergrundinformationen zu Wahlen, Wahlrecht und digitaler Demokratie

Wahlkampf

Im Wahlkampf werben Kandidaten oder Parteien um Stimmen für die Wahl.

Die Wahlkampf-Helfer hängen im Wahlkampf unter anderem Wahlplakate auf, führen Wahlkampfveranstaltungen durch, entsenden die Kandidaten zu Gesprächsrunden und Debatten. Außerdem wird an Informationsständen für die Positionen der Partei und des Kandidaten geworben und es werden Aufkleber, Broschüren und Buttons verteilt. 
Durch den Wahlkampf sollen zum einen Sympathisanten eines Kandidaten oder einer Partei sowie Unentschlossene davon überzeugt werden, sich an der Wahl zu beteiligen und für den jeweiligen Kandidaten zu stimmen.

Man unterscheidet beim Wahlkampf zwischen dem indirekten und dem direkten Wahlkampf.

Beispiele für den direkten Wahlkampf:

  • Öffentliche Reden
  • Informationsstände auf öffentlichen Plätzen
  • Die persönliche Ansprache der Bürger durch die Kandidaten

Formen des indirekten Wahlkampfs:

  • Nutzung von Massenmedien
  • Teilnahme an TV-Debatten
  • Radio- oder Zeitungsinterviews
  • Flugblätter und Wahlplakate
  • Die Nutzung des Internets und der Sozialen Netzwerke

Trends im Wahlkampf

In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass der Wahlkampf zunehmend online durchgeführt wird. So werden soziale Medien genutzt, um vor allem junge Wähler zu gewinnen, Multiplikatoren gezielt zu erreichen und von sich zu überzeugen. Zudem werden diese Kanäle genutzt, um sich durch sogenanntes „Infotainment“ zu positionieren, also die Wahlkampf-Inhalte auf unterhaltsame Weise zu präsentieren.
Außerdem professionalisiert sich der Wahlkampf zusehends. So werden große Werbeagenturen engagiert, um eine Wahlkampfstrategie zu entwerfen und umzusetzen. Auch ist eine stärkere Personalisierung des Wahlkampfs zu beobachten. Standen früher die Parteien im Zentrum des Wahlkampfs, so konzentriert sich dieser heutzutage auf einzelne Spitzenkandidaten.

Siehe auch: Wahlrecht, Wahl

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