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Wahlmanagement vereinfachen

Die Stimmenauszählung nach dem Verhältniswahlverfahren

Sie wählen den neuen Betriebsrat, den Aufsichtsrat oder die Genossenschaftsvertretung? Unabhängig davon, welches Gremium Sie wählen müssen, entscheidend für das Gelingen Ihrer Wahl ist das passende Wahlverfahren. Zunächst entscheiden Sie sich zwischen Personenwahl und Listenwahl. Nach dieser Frage wählen Sie das passende Stimmauszählungsverfahren: Mehrheitswahl (auch Majorzwahl) oder Verhältniswahl (auch Proporzwahl).

Die Mehrheitswahl ist geeignet für eine direkte Personenwahl, während sich die Verhältniswahl bei einer Listenwahl anbietet.
Die Verhältniswahl gilt als besonders demokratisch, da durch die Errechnung der Stimmanteile jede Stimme Einfluss auf die Verteilung der Sitze hat. Auf diese Weise wird der Wählerwille sehr genau erfasst und umgesetzt. Auch Minderheiten erhalten durch die Verhältniswahl mit Wahllisten die Möglichkeit der Mitbestimmung. Insbesondere, wenn viele Wählergruppen und Wahlberechtigte angesprochen werden sollen, bietet die Verhältniswahl mit Wahllisten viele Vorteile. 

Bei der Verhältniswahl können sie verschiedene Rechenverfahren wählen, um die Verhältnisse zu ermitteln. Im Folgenden erläutern wir Ihnen die bekanntesten Auszählungsverfahren. 

Auszählungsverfahren bei der Verhältniswahl

Das d'hondtsche Höchstzahlenverfahren
Viele Wahlordnungen, die ein Stimmauszählungsverfahren festlegen, beziehen sich auf das d'hondtsche Höchstzahlenverfahren. Dies ist ein sehr gängiges Verfahren zur Stimmauszählung, bei dem zunächst Höchstzahlen innerhalb aller Listen ermittelt werden. Daraufhin werden die erfolgreichen Kandidaten mit den höchsten Zahlenwert den jeweiligen Sitzen zugeteilt. 
Ein Rechenbeispiel sowie die detaillierte Erklärung des d'hondtschen Höchstzahlenverfahrens finden Sie hier!

Das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren
Beim Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren wird anhand eines ermittelten Divisors die Sitzverteilung für die einzelnen Listen berechnet. Wenn Sie für Ihre Wahl die Chance für besonders kleine Gruppierungen auf einen Sitz erhöhen wollen, dann ist dieses Verfahren eine sehr demokratische Methode ein heterogenes Wahlergebnis zu ermitteln. 
Erfahren Sie anhand eines Rechenbeispiels und einer detaillierten Erläuterung mehr über das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren!

Das Hare-Niemeyer-Verfahren
Bis 2008 war das Hare-Niemeyer-Verfahren das gängige System, um die die Stimmen einer Wahl auszuzählen. Auch hier werden kleinere Parteien, Gruppierungen oder nicht so populäre Kandidaten bei der Berechnung der Sitzverteilung besser berücksichtigt. Die Sitzverteilung nach Hare-Niemeyer wird auch als Quotenverfahren bezeichnet und ermittelt anhand der Dezimalstellen Restsitze bei der Sitzvergabe. 
Hier können Sie alles zum Hare-Niemeyer-Verfahren nachlesen und mit einem Rechenbeispiel das Stimmauszählungsverfahren nachvollziehen!

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Die Stimmenauszählung nach dem Verhältniswahlverfahren

Nachdem Sie bereits erfahren haben, welche Möglichkeiten der Auszählung es für die Verhältniswahl gibt, erklären wir Ihnen im Folgenden, wie Sie das Verhältniswahlverfahren auf eine Listen- beziehungsweise Personenwahl anwenden können.

Die Stimmauszählung nach Verhältniswahlverfahren bei einer Personenwahl
Die erste Frage, die Sie sich stellen sollten, ist wie viele Posten wählbar sind. Steht nur ein Sitz im Gremium zur Wahl, ist eine Mehrheitswahl empfehlenswert.
Erfahren Sie hier, wie Sie eine Mehrheitswahl bei einer Personenwahl durchführen.

Sofern mehrere Sitze in einem Gremium wählbar sind, legen Sie die Anzahl der verfügbaren Stimmen Ihrer Wähler / der verschiedenen Wählergruppen fest. Sobald alle Stimmzettel ausgefüllt vorliegen, können Sie die Sitzverteilung nach dem ausgewählten Errechnungsverfahren berechnen. Allerdings ist zu beachten, dass eine Mehrheitswahl sich für Personenwahlen besser eignet als die Verhältniswahl. Da das Auszählungsverfahren bei einer Verhältniswahl ebenso kompliziert ausfallen kann, wenn Sie sich beispielsweise für die Möglichkeit der Stimmhäufung (das sog. Kumulieren) entscheiden.
Sparen Sie Zeit und Kosten bei der Auszählung Ihrer Wahl und führen Sie Ihre nächste Wahl online durch. Unsere Wahlexperten beraten Sie gerne!

Die Stimmauszählung nach Verhältnisverfahren bei einer Listenwahl
Wenn Sie eine Listenwahl durchführen möchten, können Sie zwischen einer starren und einer freien Listenwahl wählen.
Bei der starren Listenwahl haben Ihre Wähler jeweils eine Stimme und geben diese einer gesamten Wahlliste. Die Reihenfolge auf der Wahlliste entscheidet dann über den Posten.

Eine Sonderform der starren Listenwahl ist die losegebundene Listenwahl, bei der Ihre Wähler sich nach der Entscheidung für eine Liste innerhalb der Liste für ihre favorisierten Kandidaten aussprechen können. Bei dieser Wahlform entscheidet nicht die Reihenfolge der Kandidaten auf der Liste, wer einen Sitz erhält, sondern die Anzahl der Stimmen, die die einzelnen Kandidaten der Liste erhalten haben.

Wenn Sie eine freie Listenwahl durchführen, sind Ihre Wähler nicht an eine Wahlliste gebunden, sondern können den Kandidaten unterschiedlicher Listen Ihre Stimmen geben – diese Form des Wählens nennt man Panaschieren. Sobald Ihre Wähler bei diesem Verfahren einem Kandidaten ihre Stimme geben, erhält gleichzeitig auch dessen Wahlliste eine Stimme. Für alle Formen der Listenwahl gilt, dass auch das Kumulieren der Stimmen möglich ist. 
Im Anschluss an die Wahl wird mit Hilfe des gewählten Rechenverfahrens das Stimmenverhältnis der verschiedenen Listen errechnet und die Sitze werden auf die verschiedenen Listen und Kandidaten verteilt. 

Polyas-Tipp: Mit der Polyas-Online-Wahlsoftware werden Ihre Wahlergebnisse rechtssicher per Knopfdruck ausgezählt. Die ausgezählten Stimmen können Sie anschließend per Mausklick herunterladen und weiterverarbeiten für die korrekte Berechnung der Sitzverteilung. Kontaktieren Sie unsere Experten für digitale Wahlen und sagen Sie Rechenfehlern Adieu! 

Die Vorteile Ihrer Online-Verhältniswahl

Mit Polyas können Sie eine rechtverbindliche Online-Wahl durchführen und reduzieren den organisatorischen Aufwand einer Verhältniswahl. Sie müssen die Stimmzettel nicht mehr manuell auszählen, um das Stimmgewicht zu berechnen, sondern erhalten die ausgezählten Stimmzettel auf Knopfdruck. Zudem profitieren Sie von wertvollen Features einer Online-Wahl: Sehen Sie die Wahlbeteiligung Ihrer Wahl in Echtzeit und versenden Sie Wahlerinnerungen, um die Wahlbeteiligung zu steigern.

Kombinieren Sie die Wahlverfahren nach den Bedürfnissen Ihrer Wähler:

Ihre Wähler können per Briefwahl abstimmen, bequem von Zuhause online wählen oder während der Hauptversammlung live abstimmen.
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