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Aufsichtsratswahl im Unternehmen und Betrieb online durchführen

Gesetzliche Grundlagen für Aufsichtsratswahlen

Der Ablauf einer Aufsichtsratswahl in Unternehmen oder Konzernen ist immer abhängig von der Betriebsgröße. So ändern sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrates und die möglichen Wahlverfahren.

Mitbestimmung im Aufsichtsrat

Unternehmen unter 2.000 Arbeitnehmer: Drittelbeteiligungsgesetz
In Unternehmen mit weniger als 2.000 Mitarbeitern wird das Drittelbeteiligungsgesetz (DrittelbG) angewendet. Der Aufsichtsrat wird hiernach  zu einem Drittel mit Arbeitnehmern besetzt. Die Arbeitnehmer wählen die Kandidaten für den Aufsichtsrat aus leitenden Angestellte, nicht-leitenden Angestellten und Gewerkschaftsvertretern. Aus diesen Vorbedingungen ergeben sich drei Wahlgänge für alle Wahlberechtigten der Aufsichtsratswahl.

Unternehmen mit mehr als 2.000 Arbeitnehmern: Mitbestimmungsgesetz
Sind mehr als 2.000 Arbeitnehmer in einem Unternehmen beschäftigt, wird die Aufsichtsratswahl durch das Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) geregelt. Seit Erlass des Gesetzes besteht die Vorschrift zur paritätischen Mitbestimmung: So muss der Aufsichtsrat gleichwertig aus Anteilseignern und Arbeitnehmern des Unternehmens bestehen.

Die rechtliche Grundlage zur Aufsichtsratswahl bilden die Wahlordnungen zum Mitbestimmungsgesetz (WOMitbestG) in der Fassung für die entsprechende Unternehmensgröße: 

  • Unternehmen mit 2.001 bis 10.000 Arbeitnehmern: 1. WOMibestG; Zusammensetzung des AR: 6 Anteilseigner und 6 Arbeitnehmervertreter
  • Unternehmen mit 10.001 bis 20.000 Arbeitnehmern: 2. WOMitbestG; Zusammensetzung des AR: 8 Anteilseigner und 8 Arbeitnehmervertreter
  • Unternehmen mit einer Konzernstruktur oder mehr als 20.000 Arbeitnehmern: 3. WOMitbestG; Zusammensetzung des AR: 10 Anteilseigner, 10 Arbeitnehmervertreter

Erfahren Sie hier mehr über die Wahlordnungen zur Aufsichtsratswahl

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Wahlsysteme in Aufsichtsratswahlen

Eine Zwischenwahl vor der Aufsichtsratswahl
In Unternehmen mit über 8.000 Arbeitnehmern, wird der Aufsichtsrat in der Regel indirekt gewählt.  Die Mitarbeiter wählen zunächst Delegierte, die später die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat wählen. Der Wahlvorstand organisiert die Wahl der Delegierten und berechnet deren Anzahl. Erfahren Sie hier, wie sich die Anzahle der Delegierten errechnet
 
Die Aufsichtsratswahl als Verhältniswahl
Die Aufsichtsratswahl wird hier als Listenwahl gestaltet. Die Sitzverteilung erfolgt üblicherweise nach den Prinzipien der Verhältniswahl.
 
Die Aufsichtsratswahl als Mehrheitswahl
Wird von einer Gruppe nur ein Wahlvorschlag eingereicht, muss dieser doppelt so viele Bewerber auflisten, wie Positionen für den Aufsichtsrat dieser Gruppe zu besetzen sind. In diesem Fall schreibt das MitbestG eine Wahl nach Mehrheitswahl-Prinzip vor. Die Kandidaten auf diesem Wahlvorschlag werden direkt gewählt.

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Vorteile der Online-Aufsichtsratswahl

Auch wenn der Gesetzgeber die Online-Stimmabgabe derzeit noch nicht im Gesetz verankert hat, nutzen schon viele Unternehmen die Vorteile von Online-Aufsichtsratswahlen. Erleichtern auch Sie sich die Organisation Ihrer Aufsichtsratswahl, indem Sie diese online durchführen. Erstellen Sie die Stimmzettel für Ihre Wahl einfach online, laden Sie das Wählerverzeichnis bequem als Excel-Datei hoch und informieren Sie Ihre Wähler per E-Mail. Lassen Sie sich noch heute von unseren Experten über die Vorteile der Online-Aufsichtsratswahl informieren