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Erfahrungsbericht: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

POLYAS Erfahrungsbericht: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Die Verfasste Studierendenschaft des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) – die größte Baden-Württembergische Universität – hat im Juli 2020 ihr Studierendenparlament und ihre Fachschaften mit POLYAS online gewählt und konnte so die Wahlbeteiligung signifikant erhöhen. Für das KIT war die Online-Wahl die einzige Möglichkeit – trotz aller Einschränkungen aufgrund der Pandemie – die Wahl in einem relativ kurzen Zeitraum zu organisieren und durchzuführen.

Beschlussfähig trotz Corona

Spätestens 48 Tage vor einer Wahl am KIT muss diese angekündigt werden. Zur Vorbereitung gehört viel Organisatorisches, wie die Einreichung von Wahllisten über das Finden von Unterstützern bis hin zum Generieren der Wahlzettel, die dann in versiegelten Urnen abgegeben werden. Aufgrund der Corona-Bedingungen musste die Präsenzwahl des KIT am 16. März 2020 zunächst abgesagt werden.

Es galt eine Grundlage zu schaffen, mit der die Wahl trotz Corona durchgeführt werden konnte.

Hinzu kam, dass bereits die abgesagte Wahl eine Wahlwiederholung – wegen Diskrepanzen bei der letzten Wahl – darstellen sollte. So sollten drei Fachschaften und das Studierendenparlament neu gewählt werden. Wegen des zeitlichen Verzugs wurde dann beschlossen, die Wahlwiederholung mit der nächsten regulären Wahl – Studierendenparlament und alle Fachschaften – zusammenzulegen.

Robin Otto-Tuti, zum Zeitpunkt der Wahl Leiter des Fachschaftsvorstands der Wirtschaftswissenschaften und Mitglied im Präsidium des Studierendenparlaments, berichtet:

„Die erste Überlegung war eine Briefwahl anstelle der Urnenwahl durchzuführen. Dann kam die Frage auf, wie wir 25.000 Wahlscheine unter Corona-Bedingungen in Briefe verpacken und den Rücklauf bearbeiten sollen. Die händische Stimmenauszählung wäre noch dazu gekommen. Zu diesem Zeitpunkt durften wir auch unsere öffentlichen Räumlichkeiten nicht nutzen. Dann haben wir beschlossen, die Wahl online durchzuführen.“

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POLYAS wird Partner für die Online-Wahl des KIT

Über einen Kontakt der Bundesfachschaftenkonferenz (BuFaTa) wurde POLYAS dem KIT als Partner für die Online-Wahl empfohlen. Die Universität Jena, die bereits seit langem mit POLYAS zusammenarbeitet, bot zusätzliche Orientierung, bevor die technischen Details geklärt wurden. So sollte die Möglichkeit zum Panaschieren und Kumulieren – zum Beispiel bis zu 5 Stimmen auf eine:n Wähler:in – abgebildet werden. Eine weitere Herausforderung für das KIT war, die Wahlberechtigten zur Online-Stimmangabe zu motivieren. So fiel die Entscheidung für die POLYAS Online-Wahl mit Stimmabgabe per SecureLink. Bei diesem Verfahren müssen Wahlberechtigte sich lediglich mit ihren gewohnten Zugangsdaten ihrer Universitäts-Accounts anmelden, um dann via SecureLink zum Online-Wahlsystem weitergeleitet zu werden.

Wie das genau funktioniert lesen Sie hier >

„Dadurch, dass man die E-Mail bekommt und direkt per Mausklick seine Stimme abgeben kann, sah ich die Chance, dass sich die Wahlbeteiligung deutlich erhöht.“ - Valentin Haas, zum Zeitpunkt der Wahl Leiter des Wahlausschusses für die Online-Wahl des KIT

POLYAS TIPP: Die Satzung des KIT wurde auf die Online-Wahl umgestellt. Erfahren Sie, wie Sie die Online-Wahl in die Wahlordnung an Ihrer Universität aufnehmen! > 

Wahlbeteiligung verdoppelt

21.918 Wahlberechtigte konnten auf 18 digitalen Stimmzetteln im POLYAS Online-Wahlsystem von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Der organisatorische Aufwand des KIT war bei der Einrichtung der Wahl gering, erklärt Valentin Haas:

„Für uns als Wahlausschuss stellt die Betreuung vieler Beteiligter einen großen Aufwand dar. So müssen wir im Vorfeld sicherstellen, dass alle notwendigen Unterlagen eingereicht werden, aber die Wahl selbst war für uns dann keine Arbeit mehr. Die Vorlage zum Ausfüllen war selbsterklärend, die Stimmzettel wurden dann für uns angelegt. Ein bis zwei Wählergruppen waren bereits vordefiniert - das hat den ganzen Prozess sehr vereinfacht.“

Robin Otto-Tuti fügt an:

„Ich habe von vielen Studierenden das Feedback bekommen, dass es sehr viel einfacher war, die Wahl online abzuhalten. Um die Wahlberechtigten für den Gang zur Urne zu motivieren gab es sonst immer einen Gratis-Kaffee oder ein Eis. Dadurch, dass sie alle Informationen zur Wahl einfach über ihre Studie-Mail bekommen haben und sie bequem von zu Hause aus abstimmen konnten, hatten wir eine deutlich höhere Wahlbeteiligung mit einem Anstieg von um die 10% auf 20,1 %.“

Die automatische Stimmenauszählung nach der Online-Wahl war in Anbetracht der Corona-Bedingungen ein Bonus.

„Die händische Auszählung hätte mindestens einen Tag mit 50-100 Helfern gebraucht und wäre unter den Corona-Bedingungen schlichtweg nicht möglich gewesen.“ – Robin Otto-Tuti

Valentin Haas: „Von der Usability her, wäre ich sofort wieder bei der Online-Wahl dabei.“