Wahlmanagement: Risiken einkalkulieren

Murphys Gesetz besagt: „Whatever can go wrong will go wrong.“ Übersetzt heißt das in etwa: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“
Das ist natürlich nicht der positivste Weg, durchs Leben zu schreiten, aber immerhin ist man damit auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Auch bei einer Wahl kann vieles anders verlaufen als geplant. Für diesen Fall gibt es zwei Handlungsmöglichkeiten: Man kann düstere Wolken an den zukünftigen Himmel malen und der Dinge harren, die da kommen. Oder man bereitet schon im Vorfeld einen Notfallplan vor.

Im Falle eines Falles kann jedes Mitglied des Wahl-Kommitees einfach einen Blick darauf werfen – und schon weiß jeder, was zu tun ist. Gut geplant ist halb gewonnen. Das gilt nicht nur für den Wahlkalender oder die Kostenplanung.

Durchdachte Wahlvorbereitung: Einen Plan B in der Tasche haben

Bei Ihnen steht eine Vereinswahl oder eine Vorstandswahl an, die Kandidaten stehen in den Startlöchern, die Wahlplanung ist in vollem Gange, Wahlordnung und Wahlsatzung (bzw. Vereinssatzung) sind auf dem neuesten Stand und das Wahlverfahren wurde festgelegt? Dann ist es jetzt Zeit, einen „Notfallplan für unvorhersebare Probleme“ vorzubereiten!

Worst-Case-Szenario: Was kann bei der Wahlorganisation alles schiefgehen?

Spielen Sie – am besten in der Gruppe, also zusammen mit dem Wahl-Kommitee und dem Wahl-Vorstand – die ganze Wahl einmal durch, von Wahlplanung, Wahlvorbereitung und Wahlorganisation bis hin zur Durchführung und Auswertung. Überlegen Sie für jeden Punkt, was für Schwierigkeiten auftreten könnten.

Ein paar Beispiele:

  • Ein Kandidat fällt aus.
  • Der Wahlleiter wird krank.
  • Wahlerinnerungen an Wähler wurden vergessen.
  • Es gibt Fehldrucke oder Fehlbenachrichtigungen.

Übertreiben Sie hier gerne ein wenig. Das lockert die Stimmung und bringt die Runde auf Ideen, die sonst vielleicht übersehen werden könnten.

Notieren und Auswege definieren

Schreiben Sie alle Schwachpunkte der Wahlorganisation auf einen Zettel. Diskutieren Sie, was getan werden kann, sollte einer dieser Fälle eintreten. Notieren Sie für jeden der Punkte,

  • wer der jeweilige Ansprechpartner ist,
  • was genau getan werden muss
  • und ob das alles Auswirkungen auf die weitere Wahldurchführung hat.

Alle am Wahlmanagement beteiligten Personen können sich hier einbringen. Außerdem ist es gut, die Ansprechpartner für Notfälle vorher festzulegen. So vermeiden Sie, dass unnötige Hektik ausbricht, sich keiner verantwortlich fühlt und ein einziger kleiner Fehler noch viele weitere nach sich zieht.

Den Notfallplan für alle zugänglich machen

Wenn etwas Ungeplantes passiert, geht es oft um schnelles Handeln. Deshalb ist es wichtig, den Plan B für alle zugänglich zu machen. Sie können den Notfallplan per E-Mail an alle Beteiligten versenden, ausdrucken, an die Wand hängen und ihn online abrufbar machen.

Schlagen Sie Murphys Gesetz ein Schnippchen, z. B. bei den nächsten Wahlen im Verein. Denn ein Naturgesetz ist in der Regel zuverlässig – und das macht die ganze Sache auch schon wieder sehr planbar.

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