Polyas goes re:publica 2017 E-Voting for everyone?

Polyas ist in diesem Jahr auf der re:publica in Berlin mit dabei. Auf der größten internationalen Konferenz rund um das Web 2.0 wird es ein Diskussions-Panel geben, in dem wir über Chancen, Herausforderungen und notwendige Voraussetzungen für Online-Wahlen sprechen wollen.

Die re:publica wird jährlich Anfang Mai in Berlin veranstaltet und findet in diesem Jahr unter dem Motto „Love Out Loud“ statt. An drei Tagen werden dort in Vorträgen und Workshops verschiedenste Themenfelder behandelt, von Medien und Politik über Kultur und Technik bis zu Entertainment. Die meisten Vorträge und Diskussionsrunden werden als Audio – und Videostream live im Netz übertragen.

Veranstaltet wird die Konferenz von den Betreibern der beiden deutschen Blogs Netzpolizik.org und Spreeblick. Gefördert wird der Kongress durch die Bundeszentrale für Politische Bildung und das Medien Board Berlin-Brandenburg.

Mitten in den Vorbereitungen für das Polyas Panel

Polyas steckt derzeit mitten in den Vorbereitungen für das Diskussions-Panel und freut sich auf einen lebhaften Austausch. Denn längst findet Demokratie auch im Internet statt. Die Menschen informieren sich online über das politische Geschehen, unterzeichnen Petitionen und diskutieren über Foren und Soziale Netzwerke. Gewählt wird aber immer noch mit Stift und Papier. Viele Menschen wählen deshalb nicht, weil sie am Wahltag durch bestimmte Ereignisse vom Gang zur Urne abgehalten werden. Durch eine Digitalisierung der Wahl könnte vieles vereinfacht werden. Über Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für sichere und rechtssichere Online-Wahlen wollen wir im Polyas Panel diskutieren.

Denn es stellt sich die Frage, ob die demokratische Wahl mit Stift und Papier überhaupt noch zukunftsfähig ist? Mit E-Voting könnte das Kernelement der demokratischen Teilhabe digitalisiert werden. Nur so wird es möglich, Wahlen dezentral abzuhalten. Schließlich wird auch der organisatorische Aufwand gesenkt, sowohl bei der Wahlplanung als auch beim Auszählen der Stimmen. Grundvoraussetzung ist, dass die Wahlgrundsätze eingehalten und Manipulation ausgeschlossen werden können.

Internationale Polyas Runde auf der re:publica 2017

Doch woran scheitert es momentan noch, E-Voting in bestimmten Ländern durchzuführen? Was machen Länder wie Estland, die bereits online gewählt haben, anders? Wie kann man Wahlgrundsätze einhalten und Manipulationen ausschließen? Das diskutieren wir in unserem Panel mit Priit Vinkel, dem Büroleiter der zentralen Wahlkommission von Estland, Dr. Tomasz Truderung, Kryptograph und Researcher von Polyas und Stephanie Planté, Politikwissenschaftlerin aus Kanada. Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Robert Krimmer, Professor für E-Governance an der Universität für Technologie in Tallin/ Estland.

Die vierte Panel-Teilnehmer wird im Laufe der kommenden Woche bekanntgegeben und soll eine Contra-Position zu Online-Wahlen einnehmen.

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