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POLYAS Research secure Online Elections

Wahlforschung bei POLYAS

In der Forschungsabteilung von POLYAS entsteht die Wahl der Zukunft. Beständig arbeiten wir daran, das POLYAS Online-Wahlsystem noch besser zu machen. Dazu kooperieren wir im Sinne unseres Namenspatrons George Pólya mit Universitäten und investieren stark in unsere Forschung.

Kryptographie und Systemarchitektur

Das POLYAS-Wahlsystem ist nach langjähriger Forschung in einer besonderen Architektur aufgebaut, die aus mehreren Teilsystemen besteht: der Wahlurne, dem Wählerverzeichnis, dem Konfigurator und einem zwischengeschalteten Validator. Die beteiligten Systeme enthalten jeweils nur Teil-Daten einer Wahl und prüfen sich gegenseitig auf Integrität und Funktionalität. Basis für die ständige Kontrolle sind Prüfsummen. Die Prüfsummen entstammen den Algorithmen der SHA-Familie in der aktuell kryptographisch stärksten Form der Verschlüsselungstechnik.

Erfahren Sie mehr zur rechtssicheren Stimmabgabe mit POLYAS

Mehr über sichere Online-Wahlen erfahren >

POLYAS Next Generation

In unserer Forschungsabteilung entwickelt ein internationales Team mit „POLYAS NG“ die Next Generation der Online-Wahl. Die neue Engine wird im Jahr 2017 fertiggestellt und produktive Wahlen online durchführen. Bestandteil von POLYAS NG sind Features zur individuellen und universellen Überprüfbarkeit der Stimmabgabe und eine spezielle Methode, um die Stimmzettel zu mischen und zu verschlüsseln.

End-to-End-Verifizierbarkeit der Stimmabgabe

Die POLYAS Kryptographen arbeiten daran, die Online-Wahl mit POLYAS für den Wähler noch transparenter zu machen und den Grundsatz der Öffentlichkeit zu stärken. So soll es dem Wähler in Zukunft möglich sein, den Weg seines Stimmzettels in die Wahlurne auch ohne technische Kenntnisse nahezu lückenlos nachzuvollziehen. Der Wähler wird dann überprüfen können, ob der Stimmzettel in der Wahlurne auch die Angaben enthält, die er vorgesehen hat ("Cast-as-intended-Verifikation").

Darüber hinaus hat POLYAS ein Tool zur universellen Verifizierbarkeit der Wahl entwickelt. So können die Inhalte der Wahlurne erneut ausgezählt werden und das Wahlergebnis verifiziert werden. Mehr zur Verifikation der Wahlergebnisse erfahren

Wissenschaftliche Publikationen

Die Forschungsabteilung wird vom Head of Research, Dr. Tomasz Truderung, geleitet. Aus seiner Arbeit für POLYAS sind bereits mehrere wissenschaftliche Publikationen entstanden. So arbeitete Truderung im Jahr 2017 gemeinsam mit Achim Brelle an einer verbesserten Methode der Cast-as-intended-Verifizierbarkeit , die auf sogenannten Return Codes basiert. Diese soll es dem Wähler ermöglichen seine Stimmabgabe nachzuvollziehen. 

Laden Sie sich hier die gesamte Forschungsarbeit zur Cast-as-intended Verifizierbarkeit herunter:

Cast-as-Intended Mechanism with Return Codes Based on PETs (PDF)

Auch 2016 forschte Truderung an einer Methode, um die Stimmabgabe bei der Online-Wahl nachvollziehbar und sicher zu machen: dem E-Voting-Protocol. Bei diesem handelt es sich um ein elektronisches Verfahren, das den Wählern erlaubt, die Korrektheit ihrer Stimmabgabe zu überprüfen.

Laden Sie sich hier die komplette Arbeit zum E-Voting Protocol kostenfrei herunter:

Verifiability Notions for E-Voting Protocols (PDF)

Wollen Sie mehr über die Forschungsarbeit von Tomasz Truderung erfahren? Hier finden Sie einen umfassenden Überblick über seine Publikationen

POLYAS-Tipp: Erfahren Sie mehr über Sicherheit und technische Hintergründe des POLYAS Online-Wahlsystems: Sicherheit der Online-Wahl

Das Forschungsprojekt FlexiVote

Gemeinsam mit der TU Darmstadt  und der Micromata GmbH führte POLYAS das Forschungsprojekt FlexiVote durch. FlexiVote ist ein Baukasten-System für alle demokratischen Wahlen, das je nach den spezifischen Anforderungen individuell anpassbar ist.

Das Projekt wurde vom POLYAS Head of Research, Dr. Tomasz Truderung, und Prof. Dr. Melanie Volkamer von der TU Darmstadt geleitet und 2016 abgeschlossen. Die Ergebnisse des Projekts werden moderne Online-Wahlsysteme nachhaltig beeinflussen. So sind hier vor allem die Modularität und individuellen Kombinationsmöglichkeiten zu nennen, die im Rahmen von FlexiVote für Online-Wahlprodukte erarbeitet werden konnten.  

Das Projekt wurde im Rahmen von Hessen Modell Projekte aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert. Mit dem LOEWE-Programm fördert die Landesregierung herausragende wissenschaftliche Verbundvorhaben der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen. Im Fokus steht eine intensive Vernetzung von Wissenschaft, außeruniversitärer Forschung und Wirtschaft.

Mehr zum Besuch des Staatsministers Wintermeyer beim Projekt "FlexiVote"