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Tschechiens Präsidentschaftswahl 2018 hat für keine Überraschungen gesorgt: Die erste Runde hat Amtsinhaber Miloš Zeman gewonnen, er muss aber in zwei Wochen in die Stichwahl. Sein Konkurrent ist der parteilose Chemieprofessor Jiří Drahoš. Alles zur Wahl wie immer in unseren #WahlNews.

Zeman gewinnt Tschechiens Präsidentschaftswahl 2018

Es war die erste Wahl des Jahres: Tschechien, das erst im vergangenen Herbst ein neues Parlament gewählt hatte, bestimmte diesmal einen neuen Präsidenten. Miloš Zeman, der das Amt seit 2013 innehat, holte rund 38 Prozent der Stimmen und konnte sich damit gegenüber acht Konkurrenten durchsetzen.

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Die meisten von Zemans Gegenkandidaten waren parteilos, vom Liedermacher bis zum Arzt war alles dabei. Zweitplatzierter wurde der Chemieprofessor Jiří Drahoš, der 26,6 Prozent aller Stimmen erreichte. Der frühere Frankreich-Botschafter Pavel Fischer erreichte lediglich 10,2 Prozent. Mit 4,3 Prozent ebenfalls abgeschlagen landete der konservative Ex-Ministerpräsident Mirek Topolánek auf dem sechsten Platz.

Stadt und Land wählen anders

8,4 Millionen Tschechen waren zur Wahl aufgerufen, die Wahlbeteiligung lag bei etwa 60 Prozent. Der 73-Jährige Zemann muss sich nun in zwei Wochen in die Stichwahl begeben. Im Wahlkampf hatte er eine prorussische Position eingenommen und sich scharf gegen die Zuwanderung von Muslimen ausgesprochen.

Wie bei vielen europäischen Wahlen der Vergangenheit, zeigte sich auch bei dieser eine Diskrepanz zwischen Stadt- und Landbevölkerung: In allen ländlichen Wahlkreisen konnte Zeman, der nach 1989 Chef der sozialdemokratischen Partei wurde, eine Mehrheit erringen.

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In der Großstadt Prag gewann hingegen der proeuropäische Kandidat Jiří Drahoš. Er setzt sich für die Einführung des Euro und eine Stärkung der Rolle Tschechiens in der EU ein. Umfragen zufolge schätzen Wähler ihn für seine Bildung und sein kultiviertes Auftreten. Drahoš ist allerdings gegen eine Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU.

Femenaktivisten protestiert gegen Zeman

Für Ministerpräsident Babis käme ein Sieg Zemans gelegen, denn dieser ist ein erklärter Unterstützer des Milliardärs und hatte ihn zum im Dezember zum Regierungschef ernannt. Babis muss sich am Dienstag im tschechischen Parlament einer Vertrauensfrage stellen, die er voraussichtlich verlieren wird.

Die erste Wahlrunde verlief bis auf einen Zwischenfall ohne besondere Vorkommnisse: Eine Aktivistin der ukrainischen Frauengruppe Femen stürzte mit nacktem Oberkörper und dem Ruf “Zeman – Putins Schlampe” auf Zeman zu, wurde aber schnell überwältigt. Die Aktivisten wollte mit ihrer Aktion Zemans gute Kontakte nach Russland kritisieren. Im Netz bekam der Präsident nach dem Vorfall viel Unterstützung.

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