Die Freisinger Bank eG hat ihre Vertreterversammlung online mit POLYAS gewählt.

Früher füllten die Wahlberechtigten der Freisinger Bank eG Volksbank-Raiffeisenbank ihre Stimmzettel in einer Gastwirtschaft aus, inzwischen treffen sie sich dort ausschließlich zur Regionalversammlung. Denn gewählt wird jetzt online, mit POLYAS. Damit ist die Wahl einfacher und geheimer als zuvor, erklärt Vorstandsreferentin Andrea Stommel im Interview. #Kundeninterview

Sehr geehrte Frau Stommel, aus welchen Gründen hat sich die Freisinger Bank für die Online-Wahl mit POLYAS entschieden?

Uns ging es vor allem um die Digitalisierungskompetenz unserer Mitglieder. Inzwischen bieten wir viele Dienstleistungen online an, da ist es nur konsequent, auch die Online-Wahl zu ermöglichen. Außerdem ist das digitale Abstimmen viel übersichtlicher und schlanker als die Wahl per Stimmzettel und Urne. Die Ergebnisse lassen sich viel einfacher auswerten. Da die Wahl nicht mehr an einen Ort und an ein kurzes Zeitfenster gebunden ist, steht mehr Mitgliedern die Teilnahme an der Wahl offen.

Wie haben Sie die Wahl Ihrer Vertreterversammlung vorher durchgeführt?

Früher haben wir die Vertreter der Freisinger Bank in einer Gastwirtschaft gewählt. Das war sehr umständlich, da bei den rund 300 Anwesenden neben den Mitgliedern auch Gäste anwesend waren, so dass überprüft werden musste, wer wahlberechtigt sind. Es gab eine Menge Papierkram. Außerdem war es schwierig, das Wahlgeheimnis zu wahren, denn Sie müssen sich vorstellen: Die Wähler saßen nebeneinander an ihren Tischen und haben auch dort den Stimmzettel ausgefüllt. Selbst wenn man es nicht will, fällt der Blick da mal auf den Stimmzettel des Sitznachbarn.

Und dazu kam dann noch die aufwendige Auszählung. Da ist die Online-Wahl schon eine große Erleichterung. Die Regionalversammlung haben wir allerdings beibehalten. Bei diesen Treffen bleibt nun mehr Zeit fürs Wesentliche.

Warum haben Sie sich für das kombinierte Wahlverfahren aus Brief- und Online-Wahl entschieden?

Wir wollten älteren Mitgliedern nicht vor den Kopf stoßen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass es nicht allein junge Menschen waren, die online gewählt haben. Insgesamt entschied sich ein Drittel der Wähler für die Briefwahl. Im Vergleich zu früheren Wahlen konnten wir deutlich Personal sparen. Unser größter Personalaufwand ist durch die Vorbereitung und Auszählung der Briefwahl entstanden.

Waren Sie mit der Wahlbeteiligung zufrieden?

Die Wahlbeteiligung ist leicht gestiegen, ich hätte mir aber noch mehr erhofft. Das nächste Mal werden wir verstärkt Wahlmarketing machen.

Ihre Mitglieder haben bei der Wahl viele Stimmen zur Verfügung, die sie online abgeben können. Welche Kandidateninfos helfen Ihren Wahlberechtigten bei der Entscheidung?

Früher sind die Kandidaten bloß kurz aufgestanden und haben ihren Namen und Beruf genannt. Da konnten sich die Wahlberechtigten nicht wirklich ein Bild von den Bewerbern machen. Mit der Online-Wahl stehen viele Möglichkeiten offen, mehr Informationen über die Kandidaten zu geben. Für die nächsten Online-Wahlen würde ich mir wünschen, dass auf den digitalen Stimmzetteln ein Foto der Kandidaten zu sehen ist und sie mit einem Satz begründen, warum sie in die Vertreterversammlung gewählt werden möchten.

 Wird die Freisinger Bank erneut online wählen?

Ja, auf jeden Fall. Für mich gibt es kein Zurück zur Wahl im Lokal. Auch die Unterstützung durch POLYAS während des gesamten Prozesses möchte ich positiv erwähnen. Gab es einmal Unklarheiten, wurde sofort darauf eingegangen.

Lesen Sie hier das Interview mit der Wohnbaugenossenschaft LEMGO eG, die ebenfalls online gewählt hat.