Sports Media Austria hat den Sportler des Jahres online gewählt

Österreichs Sportler des Jahres sind die Olympia-Sieger Marcel Hirscher und Anna Gasser – gewählt wurden sie online. Die jährliche Wahl von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalistinnen und Journalisten, wurde technisch von POLYAS durchgeführt, in Kooperation mit der Österreichischen Post. 601 Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Ronni Gollatz, Generalsekretär-Stellvertreter von Sports Media Austria, ist von der Online-Wahl überzeugt.

Sehr geehrter Herr Gollatz, warum hat sich Sports Media Austria für die Online-Wahl entschieden?

Man muss einfach mit der Zeit gehen und Möglichkeiten nutzen. Bis vor wenigen Jahren haben wir noch Listen mit der Post verschickt, das war sehr aufwendig. Dann hatten wir eine Zwischenlösung, bei der unsere Wahlberechtigen ihre Stimmzettel per E-Mail an einen Notar geschickt haben. Das Sicherheitsthema hat uns allerdings dazu bewogen, die Wahl mit der Österreichischen Post & POLYAS online durchzuführen. Die Wahl per E-Mail war und ist nicht sicher genug und auch zu umständlich.

2016 kam es in Österreich bei der Briefwahl des Bundespräsidenten zu Pannen. Lesen Sie, wie die Online-Wahl hier weiterhelfen könnte.

Ein weiterer großer Vorteil der Online-Wahl ist die Flexibilität. Der „Beobachtungszeitraum“ für die Vorschlagslisten konnte deutlich verlängert werden, was uns sehr wichtig ist. Wir halten natürlich immer nach großen sportlichen Leistungen Ausschau und können so auch kurzfristig noch jemanden mit auf die Kandidatenliste nehmen, der zuvor nicht erfasst war. Sogar Top-Leistungen am Sonntag vor dem Wahlbeginn am Montag konnten noch erfasst werden. Auf dem Postweg geht das nicht, das dauert zu lange.

Was war Ihnen bei der Umsetzung der Wahl besonders wichtig?

Neben der Flexibilität hat uns überzeugt, wie genau POLYAS auf unsere Wahlmodalitäten eingehen konnte. Sports Media Austria wendet bei der Wahl zum Sportler des Jahres ein Punktesystem an, das POLYAS sehr gut umgesetzt hat. Außerdem hat uns die Sicherheit des Wahlsystems überzeugt. Es ist so sicher wie Online-Banking. Das konnten wir auch unseren Wahlberechtigten gut vermitteln.

Wie ist die Rückmeldung Ihrer Kollegen ausgefallen?

Die war sehr gut. Den Vorstand mit Hans Peter Trost als Präsident an der Spitze konnte ich in einer Sitzung rasch überzeugen, unruhiger war ich bei den Mitgliedern – da habe ich ja nicht die Möglichkeit, es in einem Gespräch zu erläutern. Und wir haben ja nicht nur Digital Natives in unserer Vereinigung. Daher standen wir jederzeit bereit, wenn es Informationsbedarf gab. Es kamen aber deutlich weniger Rückfragen als erwartet. Die Wahlbeteiligung des letzten Jahres konnten wir halten.

In welchen anderen Bereichen können Sie sich den Einsatz der Online-Wahl vorstellen?

Wenn ich mir vor Augen halte, wie einfach es ist, kann ich mir den Einsatz für verschiedenste Arten von Abstimmungen und Wahlen vorstellen. Die Online-Wahl ist denkbar einfach, supersicher und super flexibel. Ein großer Vorteil ist auch, dass man das Ergebnis so schnell nach Ende der Wahl erhält. Früher hat der Notar eineinhalb Tage für die Stimmauszählung benötigt, jetzt hatten wir das vom Notar geprüfte Ergebnis nur zwei Stunden nach Wahlende.

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