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Nach der Landtagswahl in Bayern steht fest, was Prognosen lange vorhergesagt hatten: Die CSU hat die absolute Mehrheit verloren. Allerdings kann auch keine Regierung gegen die Bayern-Partei gebildet werden. Am wahrscheinlichsten ist eine Koalition der CSU mit den Freien Wählern. #WahlNews

Hohe Verluste für CSU und SPD

Die CSU holte bei der Landtagswahl in Bayern rund 37 Prozent aller Stimmen. In anderen Bundesländern würde ein solches Ergebnis als großer Sieg gefeiert, doch für die CSU ist es ein krachender Verlust: Mehr als 10 Prozentpunkte büßt die bayerische Regionalpartei ein, die absolute Mehrheit ist weg.

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Noch größere Verluste verzeichnete nur die SPD. Die Sozialdemokraten verloren fast 11 Prozent und wurden mit einem Ergebnis von 9,7 Prozent nur viertstärkste Kraft. Große Gewinne gab es für die Grünen, die auf 17,5 Prozent der Stimmen kamen. Die Freien Wähler, die politisch im bürgerlichen Lager einzuordnen sind, erreichten 11,6 Prozent. Die AfD erhielt 10,2 Prozent der Wählerstimmen. Die FDP musste bis zuletzt um den Einzug in den Landtag zittern und schaffte es knapp mit 5,1 Prozent.

Wahlbeteiligung in Bayern deutlich gestiegen

Auffällig bei der Wahl war die deutlich gestiegene Wahlbeteiligung: Diese lag bei 72,4 Prozent, die höchste Quote seit 1982. Bei der letzten Landtagswahl 2013 hatten nur 63,6 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Nichtwähler konnten von allen Parteien mobilisiert werden. Die meisten Nichtwähler von 2013 gaben Ihre Stimme für die CSU ab (340.000), die AfD konnte 180.000 Nichtwähler gewinnen, die Grünen 140.000. Rund ein Drittel aller Wähler gab ihre Stimme per Brief ab.

Die Koalitionsverhandlungen sollen schon am Mittwoch beginnen. Der bisherige Ministerpräsident Bayerns, Markus Söder, hat sich bereits für eine Koalition mit den Freien Wählern ausgesprochen. Diese haben schon eine erste Forderung für ein mögliches Bündnis aufgestellt: Sie verlangen für eine gemeinsame Regierung mit der CSU mindestens drei Ministerien.

Konsequenzen noch unklar

Auch der Ruf nach personellen Konsequenzen bei CDU/CSU sowie bei der SPD wurde direkt nach der Wahl laut. Das gilt sowohl für die Landeseben der beiden Parteien, als auch für die Bundesebene. Bisher gab es jedoch noch keine Rücktritte oder Personalwechsel. Beide Parteien wollen zunächst den Ausgang der Landtagswahl in Hessen abwarten, die in zwei Wochen stattfinden wird.

Fraglich ist auch, welche Folgen der Verlust der CSU für Ihre Bedeutung auf Bundesebene haben könnte. Bisher konnte sie sich darauf berufen, mehr als die Hälfte aller Wähler Bayerns zu repräsentieren – sofern man die Nichtwähler außen vor lässt.

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