Jugendparlamentswahlen_online

Jugendgemeinderäte vertreten die Interessen von Jugendlichen auf kommunaler Ebene und werden in der Regel alle zwei Jahre neu gewählt. Inzwischen gehen immer mehr Kommunen dazu über, ihre Jugendparlamentswahlen als Online-Wahlen durchzuführen. Aus guten Gründen.

Jugendliche unter 18 Jahren sind derzeit in der Regel nicht wahlberechtigt, auch wenn immer wieder Vorschläge zur Absenkung des Mindest-Wahlalters gemacht werden. Um dennoch auf kommunaler Ebene, ihre Interessen gegenüber dem Gemeinderat, dem Bürgermeister oder der Stadtverwaltung vertreten zu können, wurden seit Mitte der 1980er Jahre immer mehr Jugendgemeinderäte eingeführt. Diese haben zwar keine bindende Entscheidungskompetenz, aber sie haben in kommunalen Angelegenheiten, die Schüler und Jugendliche betreffen, eine beratende Funktion und oft auch ein Rede- und Antragsrecht gegenüber dem Gemeinderat. Meist werden sie von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren gewählt, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben.

In den letzten Jahren gehen immer mehr Kommunen dazu über, die Jugendgemeinderatswahlen als Online-Wahlen über das Internet durchzuführen. Ein Beispiel dafür ist die Jugendparlamentswahl in der Gemeinde Wedemark, die im Jahr 2014 mit Polyas durchgeführt wurde.

Im  Jahr 2015 wurden weitere Jugendgemeinderats-Wahlen in  deutschen Kommunen online mit Polyas durchgeführt: Zum Beispiel die Jugendparlamentswahl in der Stadt Buchholz.

Online-Wahlen sind ein jugendgerechtes Wahlverfahren

Die junge Generation, die sogenannten „Digital Natives“, ist es gewohnt, in nahezu allen Lebensbereichen Online-Services zu nutzen. Für sie ist die Möglichkeit der Online-Wahl daher eine logische Ergänzung ihrer bereits genutzten Online-Dienste. Daher sind Online-Wahlen sehr gut geeignet, um die Wahlbeteiligung und damit auch das Heranführen junger Menschen an demokratische Prozesse zu fördern.

Online-Wahlen reduzieren den administrativen Aufwand der Kommune

Online-Wahlen sparen Kosten und reduzieren den Aufwand für die Durchführung einer Wahl erheblich. So müssen beispielsweise keine Wahllokale eingerichtet werden und keine Stimmzettel gedruckt werden. Selbst die manuelle Stimmauszählung erübrigt sich, denn Polyas liefert das Wahlergebnis auf Knopfdruck. Sicher und rechtsverbindlich. Die Stadt Münster erwartet daher, durch die Durchführung einer Online-Wahl die Akquisition von rund 150 stadtinternen Wahlhelfern einzusparen.

Bildquelle: Flickr/SPÖ (CC BY-SA 2.0-Lizenz)