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In Amerika sind Wahlaufforderungen durch Prominente bereits Usus. Stars aus der Musik- und Filmbranche wie Pharell Williams, Clint Eastwood, Madonna oder George Clooney fordern – häufig über das Internet und soziale Netzwerke – Mitbürger auf, sich an Wahlen zu beteiligen. Gerade Prominenten aus Hollywood gilt große Bewunderung – und Idolen wird nachgeeifert. Der Hintergedanke dieser Art von PR-Aktion ist, dass sich andere dem Gang zur Wahlurne anschließen.

Zu den vergangenen Bundestagswahlen wurden auch in Deutschland diverse virale Aktionen ins Leben gerufen. Über Internetkampagnen, auf Plakaten und in Fernsehspots ermunterten Prominente besonders Erstwähler dazu, ihre Stimme zu nutzen.

Bekannte Gesichter vor den eigenen Partei-Karren spannen, hat allerdings auch oft einen negativen Beigeschmack. Schließlich soll mit Inhalten überzeugt werden und nicht durch die Aufforderung zum Hinterherlaufen. Eine generelle Wahlaufforderung durch sogenannte Wahlbotschafter ist jedoch uneingeschränkt unterstützenswert – und auch Sie können dieses Mittel für sich nutzen.

„Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.“

– Albert Schweitzer, deutsch-französischer Arzt, Theologe & Philosoph, Friedensnobelpreisträger –

Wie Wahlbotschafter wirken

Es war schon immer so: Der Mensch schafft sich Idole und legt mehr Gewicht auf die Meinung derer, die er kennt und denen er vertraut. Die Orientierung an denen, die etwas richtig machen, birgt weniger Risiko, Fehler zu begehen. Es ist also fast schon ein Naturgesetz, dass Menschen andere Menschen nachahmen. Nachahmenswerte Personen können sowohl bekannte Persönlichkeiten sein, als auch aus dem sozialen Umfeld stammen.

Aus diesem Grund ist es sehr wirksam, wenn Personen, die irgendeine Art Einfluß besitzen, andere dazu auffordern, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Das geht im Kleinen und auch im Großen. Egal also, wie viele Teilnehmer Ihre Wahl umfasst – mithilfe von Botschaftern können Sie Ihre Wahlbeteiligung steigern.

Wahlbotschafter für sich gewinnen

Im Grunde sind die besten Wahlbotschafter diejenigen, die sich eh schon an einer Wahl beteiligen. Sprechen Sie also zuerst diese Wähler an und bitten Sie sie, sich für die Wahl zu engagieren. Das kann über verschiedene Wege geschehen. Zum Beispiel über diese:

  • E-Mails
  • Flyer
  • Social-Media-Posts
  • Persönliche Gespräche

Wichtig ist hierbei, dass ihr Engagement nicht zu viel Aufwand für die Wahlbotschafter bedeutet. Stützen Sie sich im Weiteren auf „Schlüsselpersonen“, also Personen, die einen guten Draht zu Jüngeren haben, die generell engagiert Aktivitäten organisieren oder die von Natur aus gut vernetzt sind, weil jeder sie gern hat. Wenn Sie diese Schlüsselpersonen bitten, Sie zu unterstützen, wird Ihre Botschaft deutlicher gehört.

Werbemittel zur Verfügung stellen

Selbst die engagiertesten Leute brauchen Werbemittel, sonst läuft die Wahlbotschafter-Kampagne ins Leere. Folgende kostengünstige Werbemittel können Sie beispielsweise zur Verfügung stellen:

  • Schreiben Sie eine vorgefertigte E-Mail, die Sie Ihren Wahlbotschaftern zur Verfügung stellen. Sie können dann persönlichen Text ergänzen und diese an ihre Kontakte oder Gruppen schicken.
  • Erstellen Sie Flyer, Aufkleber, Buttons oder Ähnliches, alles, was sich gut verteilen lässt. Schnüren Sie kleine Päckchen mit diesen Werbemitteln und geben Sie diese Ihren Wahlbotschaftern zum Verteilen mit.
  • Lassen Sie ein sogenanntes Social-Media-Visual anfertigen. Ein Visual ist eine Grafik, z. B. mit einem Spruch darauf, die sich einfach und schnell über Social-Media-Kanäle teilen lässt. Die optimalen Maße eines Visuals z. B. für Facebook sind 1200 x 1200 Pixel (weitere Bildgrößenempfehlungen für bekannte soziale Netzwerke). Schicken Sie diese Grafik zu Ihren Wahlbotschaftern und bitten Sie sie, diese über die eigenen Social-Media-Profile zu teilen.

Sie können viele Ideen mithilfe Ihrer Wahlbotschafter umsetzen – vom einfachen Flyerverteilen bis hin zu einem Grillabend zum Netzwerken und Kennenlernen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und fragen Sie auch andere nach weiteren Ideen. Haben Sie erst die Aufmerksamkeit der Stimmberechtigten gewonnen, werden Sie das Ergebnis Ihrer Bemühungen an einer steigenden Wahlbeteiligung sehen.