redakteursvertreterwahlen

In öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wird regelmäßig eine Redakteursvertretung gewählt. Im Juni 2015 waren die Wahlberechtigten eines öffentlich-rechtlichen Medienhauses nun aufgerufen, ihren neuen Redakteursausschuss online zu wählen.

Der Grundgedanke hinter der Wahl von Redakteursvertretungen in öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstaltungen ist es, dass die Rundfunkfreiheit in einer demokratischen Gesellschaft gewahrt und vor Eingriffen geschützt werden muss. So muss die Geschäftsleitung beispielsweise die Redakteursvertretung vor der Durchführung von Maßnahmen, die wesentliche Auswirkungen auf das Programm haben, anhören. Durch die Einschaltung der Vertretung können aber auch Programmkonflikte zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzen gelöst werden, ohne dass dabei arbeitsrechtlicher Druck entsteht.

Bei der diesjährigen Redakteursausschuss-Wahl hat sich ein großes deutsches Medienhaus dazu entschieden, die Vorteile von Online-Wahlen mit Polyas zu nutzen. Die 776 Wahlberechtigten waren aufgerufen, unter neun Kandidaten für die festen Mitarbeiter bzw. drei Kandidaten für die freien Mitarbeiter zu wählen. Sowohl die Wahlorganisatoren, als auch die Wähler waren mit der Online-Wahlmöglichkeit sehr zufrieden.

Redakteursausschuss-Wahlen sind nur ein Beispiel, wie nahezu alle Institutionen mit demokratischen Prozessen von den vielen Vorteilen von Online-Wahlen profitieren können. Egal ob kleine Vereine und Hochschulen oder große Verbände, Universitäten, Genossenschaften oder andere Institutionen. Viele interessante Fallstudien und Leitfäden finden Sie dazu in unserem Media-Bereich.

Bildquelle: Erich Kasten / pixelio.de