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Heute nachgehört: Der SWR2 interviewte unseren Polyas-Geschäftsführer zur Landtagswahl in Baden-Württemberg und welchen Beitrag Online-Wahlen für die Gesellschaft leisten können. 

In der SWR2 Matinee „Die Qual der Wahl“ fragte die Moderatorin Manuela Reichart unseren Geschäftsführer, Ralf Müller, nach dem logistischen Aufwand politischer Wahlen und ob diese durch Online-Wahlen einfacher und effizienter gestaltet werden könnten.

Online-Wahlen im Ausland schon stärker verbreitet

In dem Gespräch berichtet Müller, dass in anderen europäischen Ländern bereits eine deutlich stärkere Verbreitung und Nutzung von Online-Wahlsystemen zu beobachten ist. So zeigen auch Studien, dass Online-Wahlen in Flächenstaaten, wie Großbritannien, insbesondere von Wechselwählern und auch von politisch gering motivierten Personen genutzt werden, weil sie die Wahlbarrieren deutlich reduzieren. Auch in der Schweiz, in der Briefwahlen traditionell weitaus stärker genutzt werden, wurde in der Vergangenheit bereits in der Hälfte aller Kantone online gewählt.

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Ralf Müller im SWR2-Studio: Hier klicken und das gesamte Interview hören

Deutliches Interesse auch in Deutschland

Für den nicht-politischen Bereich verzeichnet Polyas aber auch in Deutschland bereits ein immer stärkeres Interesse an Online-Wahlen. Täglich kommen hierzu Anfragen. Überall dort, wo Gremien gewählt werden, wie z.B. in Vereinen, IHKs, Verwertungsgesellschaften oder Hochschulen, bietet es sich an, Online-Wahlen durchzuführen. Dadurch können erhebliche Kosten und Aufwände gespart werden. Allein für die Wahl in Baden-Württemberg mussten 7 Millionen Stimmzettel gedruckt und alle abgegebenen Stimmen manuell ausgezählt werden. Bei Online-Wahlen entfällt dieser Aufwand.

Außerdem ist bei Online-Wahlen aber auch regelmäßig eine Steigerung der Wahlbeteiligung zu beobachten. So konnten bei Universitätswahlen schon Steigerungen bis zu 30 Prozent erreicht werden. Gefragt, ob die Online-Stimmabgabe nicht stärker junge als ältere Wähler ansprechen würde, berichtet Müller, dass die älteste Online-Wählerin bei der Kirchengemeinderatswahl von Kurhessen-Waldeck bereits 95 Jahre alt war.

Online-Wahlen als Wahlsystem der Zukunft

Angesprochen wurde auch, dass für das Online-Wahlsystem private E-Mail-Adressen der Wähler verwendet würden. Müller erklärte, dass bei der Online-Wahl die Wählerdaten technisch von den Stimmzetteln getrennt werden. Dadurch liegt der digitale Stimmzettel anonymisiert in der digitalen Wahlurne. Auch der Betreiber des Wahlsystems selbst weiß nicht, welcher Wähler welchen elektronischen Stimmzettel ausgefüllt hat.

Diese Trennung, sowie weitere Sicherheitsmerkmale, sind auch ein Teil des Sicherheitszertifikates, das das Online-Wahlsystem Polyas vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik kürzlich ausgestellt bekommen hat. Die Polyas-Software (Version 2.2.3) ist damit das erste staatlich zertifizierte Online-Wahlsystem der Welt.

Zeitersparnis, Kostenersparnis und gesteigerte Wahlbeteiligungen machen Online-Wahlen nach Auffassung von Polyas zum Wahlsystem der Zukunft. Wie auch bereits in anderen Lebensbereichen Veränderungen durch die digitale Transformation zu beobachten sind, wird sich in den nächsten zehn Jahren auch auf dem Gebiet der Wahlen einiges bewegen und damit auch das demokratische Gut wieder stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken, so Müller.