Polyas goes re:publica 2017 E-Voting for everyone?

Am Mittwochabend ging in Berlin die elfte republica mit einem Konzert zu Ende. 9000 Besucher, darunter auffällig viele Frauen, und über 1000 Redner aus mehr als 70 Ländern und 500 Stunden Programm wurden geboten. Polyas war auch mit einem Panel vertreten.

„Wir sind mit dem Verlauf und der Resonanz auf unser Panel mehr als zufrieden. Trotz starker, zeitglich stattfindender Konkurrenz, hatten wir mit über 100 Zuhörern einen voll besetzten Panel-Saal“, freut sich Polyas-Mitgründer Ralf Müller. Auch die zahlreichen Fragen aus dem Publikum danach, zeugten von regem Interesse am Thema Online-Wahlen, so Müller weiter.

Unter dem Motto „Digital Democracy: E-Voting for everyone?“ diskutierten Experten Priit Vinkel, Leiter der Zentralen Wahlkommission von Estland, Stéphanie Plante, Politikwissenschaftlerin aus Kanada die via Skype zugeschaltet war, Dr. Thomasz Truderung, Leiter der Forschung und Entwicklung bei Polyas und Henning Tillmann, Vorstand von D64–Zentrum für Digitalen Fortschritt, über das Pro –und Contra, sowie über die technischen Voraussetzungen und Hürden für Online-Wahlen. Moderiert wurde der Talk von Prof. Dr. Robert Krimmer, Professor für E-Governance an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität für Technologie in Tallin, Estland.

Internationales Publikum und Besucherrekord

Die Diskussionspunkte zwischen dem Polyas Head of Research, Thomasz Truderung und E-Voting Kritiker Henning Tillmann konzentrierte sich vor allem auf technische Details und Voraussetzungen für sichere Online-Wahlen, während Politikwissenschaftlerin Stépahnie Plante und Wahlkommissionsleiter Priit Vinkel eher die politischen und gesellschaftlichen Aspekte von Online-Wahlen in den Fokus rückten. In der anschließend stattfinden Fragerunde, war das internationale Publikum vor allem Fragen zu Sicherheits-Standarts interessiert.

Die elfte republica war mit rund 9.000 Besuchern, die größte aller Zeiten und ist inzwischen eine erfolgreiche Medienmarke mit bald zwei internationalen Ablegern – in Dublin und Thessaloniki.„Love out loud“ war das Motto, als Antwort auf die Flut an Hasskommentatoren und Fake-News-Schleudern, die derzeit das Netz überschwemmen.