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Polyas in Berlin

Wahlbeteiligung steigern: Zugehörigkeitsgefühl schaffen

So steigern Sie ihre Wahlbeteiligung

Zuletzt sah man an der Bundestagswahl 2013, dass die Ungleichheit der Wahlbeteiligung in den unterschiedlichen Bürgergruppen immer größer wird. Nach der Studie „Gespaltene Demokratie – Politische Partizipation und Demokratiezufriedenheit vor der Bundestagswahl 2013“ der Bertelsmann Stiftung war das Wahlergebnis „sozial nicht mehr repräsentativ“. 

Diese Ungleichheit ist vor allem auf die soziale Spaltung der Wähler zurückzuführen. Grob gesagt: Gut situierte Teile der Bevölkerung gingen wählen - wer sozial schwächer gestellt war, eher nicht. Dass sich die Mitglieder sozialer Milieus ähnlich verhalten, hat vor allem etwas mit dem Thema „Zugehörigkeitsgefühl“ zu tun.

Das Wir-Gefühl stärken und die Wähler einbeziehen

Um die Wahlbeteiligung Ihrer Wahl zu steigern, sollten Sie neben der individuellen und funktionalen Situation der einzelnen Wähler auch eine Vorstellung von den Strukturen Ihrer Wählerschaft als Ganzes haben. Bei einer Betriebsratswahl werden feste und freie Mitarbeiter eine unterschiedlich starke Bindung zu Ihrem Unternehmen haben. Bei einem Verein haben Sie aktive und passive Mitglieder, die ein jeweils unterschiedliches Verständnis von Zugehörigkeit haben. So können Sie für jedes Wahlverfahren Ihre Wählergruppen derartig segmentieren. Je detaillierter die Analyse Ihrer Wählergruppen voranschreitet, desto eher können Sie Muster und Milieus erkennen, innerhalb derer sich eine Wahlmüdigkeit ausbreitet. 

Warum auch wählen, wenn man eh nicht dazugehört?

Ein Schlüssel zu einer höheren Wahlbeteiligung ist also die Schaffung eines Zugehörigkeitsgefühls. Doch wie erreicht man Zugehörigkeit und ein Wir-Gefühl? Sie können zwar die Tür öffnen, die Motivation an einer Wahl teilzunehmen entsteht jedoch nur aus eigenem Antrieb. Das können Sie aktiv unterstützen, indem Sie ein Bedürfnis zur Partizipation schaffen. Wecken Sie bei Ihren Wählern durch eine angepasste Kommunikation das Gefühl, dazugehören zu wollen.

So schaffen Sie ein Zugehörigkeitsgefühl Ihrer Wähler

  1. Vermitteln Sie die Botschaft, dass „jeder wählt“. Der Mensch folgt der Gruppendynamik, niemand möchte der Einzige sein, der sich nicht beteiligt.
  2. Kommunizieren Sie im Vorfeld, dass die erwartete Wahlbeteiligung höher ausfallen wird als sonst. Auch das wirkt sich auf die Gruppendynamik aus.
  3. Sobald die Wahl läuft, veröffentlichen Sie in regelmäßigen Abständen die Anzahl der Personen, die bereits gewählt haben. Solche Live-Statistiken steigern das Bedürfnis, sich zu beteiligen.
  4. Erklären Sie jedem Wähler, dass ein Ganzes immer aus vielen Einzelteilen besteht. Und das jedes Rad im Getriebe, so klein es auch ist, die Richtung mitbestimmen kann, in die es gehen soll. Das Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein, steigert ebenfalls die Tendenz zur Teilnahme.

Polyas-Tipp: Bei einer Online-Wahl können Sie die Stimmabgabe in Echtzeit einsehen und Ihre Wähler jederzeit über den aktuellen Stand der Wahl informieren. So beteiligen Sie die Wählerschaft unmittelbar online und stärken das Zugehörigkeitsgefühl ganz einfach. 

Aktivieren Sie alle Wählergruppen für eine höhere Wahlbeteiligung

In der Kommunikation vor und während einer Wahl sollte durchaus jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden. Überprüfen Sie Ihre Formulierungen dahingehend, ob Sie womöglich unbeabsichtigt eine bestimmte Wählergruppe stärker in die Kommunikation einbeziehen und eine andere ausschließen. Wenn möglich, erstellen Sie für jede Wählergruppe eine angepasste Wahlinformation und akzentuieren Sie die Wahlbotschaften entsprechend. Der Schlüssel dabei ist, dass sich die Menschen aus tiefenpsychologischen Gründen immer zugehörig fühlen möchten. Dieser unterbewusst ablaufende Prozess kann viel bewirken in der Wahlkampf-Kommunikation. 

Versuchen Sie deshalb, alle Wähler mit der gleichen Gewichtung und Häufigkeit anzusprechen. Dabei kann es sehr hilfreich sein, sich pro Wählergruppe eine Persona zu erstellen, anhand derer Sie die jeweiligen Blickwinkel auf die Wahl durchleuchten. Durch diesen Perspektivwechsel erhalten Sie bereits erste Ideen, welche Wahlbotschaften und Argumente für diese Wählergruppe wertvoll sind. So erstellen Sie Wahlmaterialien, die ein Zugehörigkeitsgefühl stärken und damit Ihre Wahlbeteiligung erhöhen.