Wahlbeteiligung_9

Die Bedürfnisse moderner Wähler berücksichtigen – das war Thema in unserem fünften Tipp zur Steigerung der Wahlbeteiligung. Einen großen Teil dieser modernen Wähler macht natürlich die jüngere Generation aus.

Diese jüngere Generation lebt in viel größerem Ausmaß digital, als die Generationen zuvor: Sie kommuniziert digital, sie kauft online ein, sie arbeitet für und mit modernen Medien und nutzt die Möglichkeiten des Online-Bankings. Eine Generation, die das Internet so umfangreich in Ihren Alltag einbaut, kann ganz anders erreicht werden. Darum geht es heute.

„Die Jugend hat Heimweh nach der Zukunft.“

– Jean-Paul Sartre, französischer Schriftsteller und Philosoph –

Die Möglichkeit zur Online-Stimmabgabe

Höher, schneller, weiter: Die neue Generation der Leute, die „was mit Medien“ machen, liebt Effizienz. Dabei wedelt sie auch gerne metaphorisch mit dem Staubwedel, vor allem, wenn ihr Systeme oder Prozesse veraltet vorkommen. Auch bei Wahlsystemen gibt es schlagende Argumente, den Online-Weg zu gehen.

Umfragen und praktische Erfahrungen zeigen immer wieder, dass durch die Möglichkeit der Online-Stimmabgabe insbesondere die Wahlbeteiligung bei den jungen Altersklassen deutlich steigen kann. Bedenken zu Rechtssicherheit oder Datenschutz sind nur natürlich – aber unnötig: Qualitäts- und Sicherheitsstandards machen datenschutzsichere und rechtsverbindliche Online-Wahlen schon lange möglich.

Digitale Kommunikation

Es spricht viel gegen Briefpost: Sie kostet Porto, die Zustellung dauert vergleichsweise lange und sie kann verloren gehen. Die Digital Natives ziehen  digitale Kommunikation vor. Aber auch E-Mails geraten mehr und mehr in die Schublade mit der Aufschrift „veraltet“.

Es gibt so viele Formen von „Social Media“, dass es sich ab einem bestimmten Umfang der Wahlorganisation lohnen könnte, einen Verantwortlichen mit der digitalen Wahl-Kommunikation zu beauftragen. Die Wichtigkeit moderner Kommunikationsmittel ist gerade im Hinblick auf junge Wähler nicht zu unterschätzen.

Argumente auswählen

Genau wie bei der funktionalen Ansprache und der personalisierten Ansprache kommt es auch bei der Gestaltung der Kommunikationsinhalte immer auf das „Wie“ an. Überlegen Sie sich, welche Wahl-Argumente besonders für jüngere Wähler wichtig sind. Diesen sollten Sie dann in der Kommunikation die höchste Priorität geben. Wenn Sie jüngere Wähler zur Stimmabgabe motivieren wollen, funktioniert das am besten, indem für sie relevante Gründe immer sofort greifbar sind.

Sprechen Sie Wahlberechtigte also auch im Hinblick auf das Alter unterschiedlich an. Dazu müssen Sie nicht immer neue Argumente formulieren, oft reicht auch einfach eine angepasste Reihenfolge: Das stärkste Argument für jüngere Wahlberechtigte kann ein anderes sein als das für ältere. Im Falle von E-Mails startet der Text dann z. B. für die eine Altersgruppe mit Argument X und für die andere Altersgruppe mit Argument Y.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Kommunikation immer mit dem stärkstmöglichen Argument beginnen – denn dieses weckt die Aufmerksamkeit und macht aus einem „schnellen Überfliegen“ ein konzentriertes Lesen.

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