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Es gibt einige Gründe, aus denen Menschen beschließen, sich nicht an einer Wahl zu beteiligen. Einer der schwerwiegendsten heißt: „Es ändert sich doch eh nichts!“ Das ist ein kleiner Satz, hinter dem eine große Aussage steckt. Denn hört man genauer hin, ist zumindest ein Teil der Behauptung folgende: „Ich selbst kann nichts bewirken.“

Hier das Übel bei der Wurzel zu packen, ist zwar nicht ganz einfach, aber machbar. Denn vor allem kommt es auf Ihre Kommunikation mit den Wählern an – und die haben Sie selbst in der Hand.
In unserer Artikelserie „10 Tipps zur Steigerung der Wahlbeteiligung“ erzählen wir Ihnen, an welchen Stellschrauben Sie in der Kommunikation drehen können, um die Wähler zu aktivieren. Los geht’s!

TIPP 1: DIE FUNKTIONALE ANSPRACHE

„Es genügt nicht, dass man zur Sache spricht. Man muss zu den Menschen sprechen.“

– Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Schriftsteller –

Schon eine funktionale Ansprache kann viel bewirken. Was damit gemeint ist? Nehmen wir dazu ein eine exemplarische Situation aus dem Büroalltag:

Der Chef einer Firma schickt eine Rundmail an sein Team mit der Bitte um Ideen für eine neue Kampagne.

Beispiel 1: Liebes Team, auf der Suche nach neuen Ideen, brauchen wir eure Unterstützung!

Sicher wird er von einigen Kollegen eine Antwort bekommen – aber nicht von allen. Einige haben gerade keine Zeit, stufen eine Rundmail als nicht wichtig ein oder denken, sie können zu einer Kampagne nicht viel beitragen. Schickt er jedoch E-Mails an einzelne Abteilungen und stellt die Verbindung zur jeweiligen Teamfunktion her, werden mehr E-Mails in seinem Postfach landen:

Beispiel 2:Liebes Designteam, gibt es von Eurer Seite visuellen Input für unsere neue Kampagne?

Warum ist das so?

Ganz einfach: Indem er eine funktionale Ansprache nutzt, bindet er die einzelnen Teams in den Kreativprozess ein. Er vermittelt, dass jede Meinung wichtig ist und alle Fachabteilungen ihren Beitrag leisten können.

Und was hat das mit einer Wahl zu tun?

Übertragen auf eine Wahl, kann die Rollenbezeichnung in der Begrüßung und auch im Text motivieren. Sprechen Sie Stimmberechtigte deshalb mit „Sehr geehrter Wähler“ bzw. „Sehr geehrte Wählerin“ an – so stellen Sie eine direkte Verbindung zwischen den Angesprochenen und ihrer Funktion als Wähler her.

Ähnlich wie den Teammitgliedern aus der eben genannten Firma wird den Empfängern Folgendes vermittelt: „Sie sind es, der wählt und die Karten in der Hand hält. Denn Sie sind Teil des Ganzen.“
Die Nutzung der Rolle des Empfängers bei einer Ansprache schafft Identität. Und genau das wird dazu beitragen, dass mehr Wähler von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen.

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