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Moritz Strube, Technischer Leiter von Polyas, hat auf der INFORMATIK 2014 einen Vortrag über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Online-Wahlsystems gehalten.

Bereits seit 1996 wird Polyas erfolgreich für Wahlen in Deutschland, Schweiz, Italien und Finnland eingesetzt. Bis heute wurden mit der Online-Wahlsoftware rund 2.2 Millionen Stimmen über das Internet abgegeben. Das System war in den letzten Jahren Gegenstand vieler wissenschaftlicher Betrachtungen und wurde bereits mehrfach umfangreichen Tests unterzogen.

Gegenwärtig wird an der Zertifizierung des Kernsystems von Polyas nach den Common Criteria gearbeitet sowie an der Einbindung des elektronischen Personalausweises zur Identifikation und Authentifizierung von Wahlberechtigten. Außerdem befinden sich Schnittstellen zu UniWahl4 in der Entwicklung, um Onlinewahlen an Universitäten einfacher durchführen zu können. Die TU Darmstadt hat zudem ein Tool zur Verifizierung der korrekten Auszählung der elektronischen Wahlurne entwickelt.

Die Zukunft des Systems sieht die Erweiterung des bestehenden Systems Polyas um weitere Wahlprotokolle vor, um weitere Anforderungen aus Wahlen zu erfüllen. Diese soll Polyas künftig effizient, schnell und sicher erfüllen, insbesondere auch die komplexen Wahlen im In- und Ausland. Die geplanten Aktivitäten stehen dabei im Zeichen von Transparenz und Kooperation in verteilten Systemen, um das Vertrauen in Internetwahlen zu fördern.