In Spanien und der Schweiz wurde abgestimmt

Sonntag ist nicht immer Wahltag. Da an diesem Sonntag überall Ostereier gesucht wurden, blieben die Wahllokale geschlossen. Gewählt wurde in der letzten Woche aber trotzdem: Die Neuseeländer entschieden per Briefwahl über eine neue Flagge.

Wahlergebnisse im Überblick

Die Neuseeländer behalten ihre alte Flagge. Drei Millionen Wahlberechtigte stimmten über ein neues Design ab. 56,6% waren gegen das neue Design mit einem Silberfarn, 43,2% dafür.

Der neuseeländische Premier John Key muss sich in den nächsten Tagen wohl einige neue Höflichkeitsfloskeln einfallen lassen, denn er wird wohl auch in Zukunft bei Staatsbesuchen oder Gipfeltreffen öfter vor der falschen Flagge stehen.

Eigentlich hatte Premierminister Key, der seit acht Jahren im Amt ist, davon genug. So ordnete er im letzten Jahr an, dass die Neuseeländer in einem Referendum über eine neue Flagge abstimmen sollen. Die Abstimmung erfolgte in zwei Schritten. Zunächst sollte ein neues Motiv für die Flagge gefunden werden, über 10.000 Vorschläge wurden hierfür eingereicht. Durchsetzen konnte sich der Entwurf des Designers Kyle Lockwood: eine blau-schwarze Flagge, auf der ein Silberfarn auf der linken Seite und das Kreuz des Südens auf der rechten Seite abgebildet ist.

Entwurf der neuen Flagge für Neuseeland

So sollte die neue neuseeländische Flagge aussehen

Vom dritten bis zum 24. März 2016 durften die Neuseeländer nun per Briefwahl entscheiden, ob sie die alte Flagge mit dem Union Jack in der linken oberen Ecke und dem Kreuz des Südens auf der rechten Seite behalten wollen oder ob von nun an überall der Silberfarn gehisst werden soll. Die Ausstattung mit einer neuen Flagge wäre dabei eine ganz schön teure Angelegenheit geworden, von 75 Millionen Euro für die Umstellung ist die Rede.

Die Neuseeländer entschieden sich dagegen und so wird wohl auch in Zukunft des Öfteren aus Versehen die australische Flagge hochgezogen, wenn der neuseeländische Premier beim Staatsbesuch aus dem Flugzeug steigt.

About Elisa Utterodt

Egal ob in Österreich, Syrien oder den USA, politische Entscheidungen und Demokratie sind für mich nicht nur in Deutschland von Belang. Vor allem der Einfluss der Digitalisierung auf Kultur und Gesellschaft ist für mich ein spannendes wie aktuelles Thema, über das ich gerne berichte. Wenn ich nicht gerade Zeitung lese oder meine Twittertimeline checke, schaue ich mir zur Entspannung Bundestagsdebatten im Fernsehen an. Seit März dieses Jahres bin ich bei Polyas für die Pflege der Social Media Kanäle zuständig, schreibe Blogartikel und unterstütze das Online-Marketing-Team.

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