22.11.2015: Immer wieder sonntags.

Wieder ist ein Sonntag rum und wieder entschied sich am traditionellen Wahltag die politische Aufstellung von Ländern und Städten weltweit.

 

#Argentinien

Der amtierende Bürgermeister von Buenos Aires, Mauricio Macri, wurde in einer Stichwahl zu Argentiniens neuem Präsidenten gewählt.

Damit beendet Macri, seit der Einführung demokratischer Wahlen 1983, die peronistisch geprägte Politik. Seine Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner konnte nach zwei Legislaturperioden nicht mehr antreten. Auch dank ihrer Wirtschaftspolitik befindet sich das Land derzeit in einer wirtschaftlichen Schieflage. Macri versprach in seinem Wahlkampf eine Reformierung des Wirtschaftssystems. Kurzweilig würden die Maßnahmen zwar schmerzen, aber langfristig Aufschwung bringen, so der Economist. Mit diesem Versprechen konnte er, laut ersten Hochrechnungen, schon 54 Prozent der Stimmen für sich gewinnen.

 

#Ägypten #Kairo

Knapp einen Monat nach dem ersten Wahlgang wurde am Sonntag zur zweiten Runde in der Parlamentswahl geläutet. Zu den 13 Provinzen, die im zweiten Wahlgang zur Wahl aufgerufen waren, zählte auch Ägyptens Hauptstadt Kairo. Deswegen gab nun Präsident Al Sisi seine Stimme ab. Für ihn ist diese Wahl maßgeschneidert, denn die meisten Kandidaten sind seine Unterstützer und die Aufstellung einer Opposition wurde mit tausenden Inhaftierungen und Boykotts seitens der Oppositionellen auf das geringste Maß reduziert, so die Time.

Doch Ägypten wartet schon seit drei Jahren auf ein Parlament, auch wenn die Bevölkerung ihre mäßige Begeisterung durch eine sehr niedrige Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang ausdrückte . So gaben nur knapp 27 Prozent ihre Stimme an der Wahlurne ab. Zudem haben sich die Forderungen der Bevölkerung seit dem arabischen Frühling nicht groß geändert. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Arbeitsplätze. Daher sorgt besonders die wirtschaftliche Lage des Landes für Unmut. Einen weiteren Rückschlag muss Ägypten nun verkraften: Der Absturz der russischen Passagiermaschine auf der Sinai Halbinsel bringt den wichtigsten Wirtschaftsfaktor, die Touristikbranche, ins Schwanken. Dementsprechend wirkt die Parlamentswahl wie ein Tropfen den heißen Stein. Die Wahlergebnisse werden Anfang Dezember erwartet.

 

 

 

 

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