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Am Sonntagabend liefen die Wahlrechner heiß. Das Wahlergebnis der griechischen Parlamentswahl dagegen sorgte für eine Abkühlung. Laut euronews betrug die Wahlbeteiligung lediglich 52 Prozent und Vermutungen liegen nah, dass die griechische Bevölkerung damit ihren Frust über das Referendum ausdrückte.

Noch im Juli 2015 sprach sich das Land, mit einer deutlichen höheren Wahlbeteiligung von 62,5 im Prozent, gegen die geforderten Reformen der Europäischen Kommission, Internationaler Währungsfonds und die Europäische Zentralbank aus. Die Antwort war klar: Nein!

Mit einer deutlichen höheren Wahlbeteiligung von 62,5 im Prozent entschieden sich die Wähler am 5.Juli 2015 gegen die Sparpolitik der Europäischen Union und setzten ihre Hoffnung in den Krawatten-losen Ministerpräsidenten. Dass Alexis Tsipras nun aber weniger Massen an die Wahlurne lockte, erklärt DIE ZEIT  mit sinkendem Politikinteresse und dem Unmut über die schwache Wirkung der eigenen Stimme im Referendum. Doch nicht nur der Frust über die politische Kehrtwende zurück zu der verhassten Sparpolitik stieß den Wählern bitter auf, wie der Economist schreibt. Das Britische Wochenmagazin diagnostizierte der griechischen Bevölkerung eine Wahlmüdigkeit.

Das ist durchaus nachvollziehbar, denn am Sonntag fand bereits die fünfte Parlamentswahl der letzten sechs Jahre statt. Und auch für Volksentscheide trommelte die griechische Regierung die Wähler insgesamt schon dreimal in diesem Jahr zu den Wahlurnen.

 

Eine solche Wahlmanie verzeiht Wahl-müde Glieder, doch DIEZEIT erklärt, dass der vergangene Sonntag „ eine traurige und besorgniserregende Entwicklung“ abzeichnete.

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