Online-Beiratswahlen im EHEDG

Die European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG), eine Stiftung aus der Hygienebranche, hat im vergangenen Jahr ihren Beirat und ihren Stiftungsbeirat erstmals online mit POLYAS gewählt. Im Interview berichtet Head Office Managerin Susanne Flenner, wie die Online-Beiratswahlen bei den Mitgliedern ankamen und warum sie jederzeit wieder mit POLYAS online wählen würde.

Sie haben erstmalig eine Wahl zum EHEDG-Beirat und zum EHEDG Stiftungsbeirat online durchgeführt. Warum haben sie sich für Online-Beiratswahlen entschieden?

Wir haben Mitglieder in 55 Ländern, sodass eine Online-Wahl der einzig durchführbare Weg ist, um alle auf möglichst einfache Weise einbeziehen zu können. Zudem erlaubt eine Online-Wahl mit Hilfe einer Institution wie POLYAS hohe Transparenz und Neutralität, und es ist für die Wähler sehr komfortabel und zeitsparend, einfach von ihrem Laptop oder Smartphone aus wählen zu können.

Lesen Sie hier ein weiteres Interview zur Online-Wahl mit dem Verein Pilzfreunde e.V.

Wie wurde die Entscheidung zur Online-Beiratswahl bei der EHEDG aufgefasst?

Bei unseren Mitgliedern war die Akzeptanz durchweg sehr gut. Natürlich hatten wir selbst im Vorfeld einige Arbeit mit diversen Ankündigungs-Mailings und dem späteren Wahlaufruf, wofür wir aber einem vorher vereinbarten Zeitplan gefolgt sind. Gute Vorbereitung und Kommunikation mit den Wählern sind wichtig, damit die Wahl ein Erfolg wird.

Gab es Gegner dieses Verfahrens? Was waren die Gründe?

Die Durchführung der Wahl im Online-Verfahren wurde einstimmig durch unseren Vorstand beschlossen. Auch von Seiten der Mitglieder gab es keinerlei Einwände.

Wie haben Sie die EHEDG Mitglieder über die Online-Wahl informiert? Ihre Altersstruktur ist ja sicherlich durchmischt.

Wir haben zunächst ein Direkt-Mailing an alle Mitglieder mit dem Aufruf zur Beteiligung am General Assembly ausgesandt, also zur Benennung jeweils eines Wahlberechtigten durch jede Firma. Mit den Rückmeldungen der Firmen war dann schon einmal die Wählerschaft definiert. Parallel dazu haben wir zur Kandidatur für die verschiedenen Posten aufgerufen, und schließlich zur Wahl selbst. Das ganze Verfahren ist bei EHEDG auch in einem Anhang zur Satzung festgeschrieben. Die Altersstruktur hat dabei für uns keine Rolle gespielt.

Wie sah die Wahlbeteiligung aus? Sind Sie zufrieden?

Mit einer Beteiligung von gut 70 % sind wir zufrieden, da die meisten Kandidaten ohne weitere Mitbewerber für eine Wiederwahl angetreten sind. Von daher wird die kommende EHEDG-Wahl in zwei Jahren sehr viel spannender werden, wenn die wichtigsten Ämter voraussichtlich mit neuen Kandidaten besetzt werden. Dann erwarten wir auch automatisch eine höhere Beteiligung.

Haben Sie einen Eindruck davon, wie andere Verbände und Stiftungen ihre Wahlen gestalten oder ob Ihre Online-Wahl Gespräch bei anderen Verbänden und Stiftungen war?

Nein, dies ist für uns nicht wirklich relevant. Das lässt sich natürlich aus der positiven Erfahrung heraus sagen, dass unsere Wahl so gut gelaufen ist. Wenn es Probleme gegeben hätte, würden wir uns sicher auch umschauen, was man besser machen könnte. Wir können allen anderen Institutionen nur anraten, ihr Wahlverfahren vorher gut zu definieren und einen eigenen Workflow dafür zu entwickeln. Ebenso wichtig ist ausreichend Vorlauf, um zeitlichen Spielraum zu gewinnen und damit eine gute Beteiligung zu erzielen.

Würden Sie ihre Beiratswahlen wieder online durchführen?

Aber unbedingt. Wir werden dies auf jeden Fall wieder so machen.

Wie ist ihre persönliche Einschätzung oder ihr Wunsch: Könnte es in Zukunft auch politische Wahlen geben, die online durchgeführt werden?

Alles findet heute virtuell statt und ich bin mir sicher, dass künftig auf diesem Weg auch politisch gewählt wird, zumindest als alternative Möglichkeit zum Gang zur Wahlurne. Ich sehe da auch keine Hindernisse oder Schwierigkeiten.