Der Bundesrat in der Schweiz will bis 2019 flächendeckend Online-Wahlen einführen

Die Schweiz treibt das Projekt Online-Wahlen weiter voran. Am vergangenen Mittwoch beschloss der Bundesrat, dass bis 2019 mindestens zwei Drittel der Schweizer die Möglichkeit haben sollen ihre Stimme online abzugeben.

In Zukunft sollen Schweizer Bürger auch online wählen können. Die Einführung des E-Voting bleibt für die Kantone aber zunächst freiwillig. „Die Schweizer haben erkannt, dass die Online-Wahl kommen wird“, erklärt Polyas Geschäftsführer Ralf Müller.

„Anstatt zu warten und zu bangen testet die Schweiz Online-Wahlen direkt. Deutschland kann das auch, schließlich gibt es hier Polyas, das System, das als erstes weltweit staatlich zertifiziert ist und gerade dabei ist, das Problem der Verifikation zu lösen“, führt Ralf Müller weiter aus. Der Schweizer Bundesrat hatte in der vergangenen Woche die nächsten Schritte zur landesweiten Einführung des E-Voting beschlossen. Schon in zwei Jahren sollen Wahlberechtigte in den meisten Kantonen elektronisch abstimmen können. Bis dahin sollen die laufenden Tests in den Regelbetrieb einfließen. Doch zuerst sollen die Anbieter von E-Voting-Systemen den Quellcode ihrer Software offenlegen.

Polyas als Bewerber für Schweizer Online-Wahlen

Die Polyas GmbH wird gemeinsam mit ihrem neuen Schweizer Koorperationspartner Emineo ebenfalls an den Ausschreibungen teilnehmen, mit dem Ziel, die sogenannte Vote Électronique durchführen zu dürfen. Zielgruppe sind neben den oftmals verstreut lebenden Schweizern in der Heimat, auch die zahlreichen Exil-Schweizer im Ausland, die mit der elektronischen Stimmabgabe an den demokratischen Prozessen in ihrem Heimatland teilnehmen können.

Erfahren Sie mehr zum Polyas Online-Wahlsystem

Die Online-Wahl wird in der Schweiz schon seit Längerem diskutiert und ausprobiert: Seit 2004 wurde in über 200 erfolgreichen Tests in 14 der insgesamt 26 (Halb-)Kantone den stimmberechtigten Auslandschweizern die Möglichkeit zur elektronischen Stimmabgabe geboten. Außerdem wurde in den Kantonen Neuenburg, Genf und Basel-Stadt auch einem Teil der Stimmberechtigten in der Schweiz die Online-Wahl ermöglicht.

Gleichwertig zu Urne und Brief

Der Schweizer Bundesrat hatte in der Vergangenheit bereits mitgeteilt, dass rund ein Drittel der Stimmberechtigten die Vote Électronique nutzen. Aufgrund der breiten Akzeptanz und der bisherigen guten Erfahrungen habe die Regierung entschieden, die elektronische Stimmabgabe „flächendeckend“ einzuführen. Die Online-Wahl wird damit als gleichwertiger Stimmabgabe-Kanal neben der Urne und der Briefwahl etabliert werden.