Die digitale Demokratie im Usability Test

Nachgefragt: Am 12. Und 13. Juli haben wir unser Online-Wahlsystem im Usability Test auf Herz und Nieren geprüft. Auch Robert Henneberg – Linguistik Student an der FU Berlin – hat an unserem Test teilgenommen. Wir haben ihn nach seiner Meinung gefragt.

Hallo Robert, du hast gerade an unserem Usability Test teilgenommen und dich bereit erklärt, mir ein paar Fragen zu dem Test zu beantworten. Legen wir los:
Welche Erwartungen hattest du, als du dich für den Usability Test angemeldet hast?

Eigentlich habe ich das erwartet, was ich jetzt auch gesehen habe. Dass ihr ein Online-Voting-Tool habt und noch nicht genau wisst, wie die Masse darauf reagieren würde. Ihr habt das wahrscheinlich selbst schon probiert, braucht aber noch mehr Meinungen dazu.

Ja, genau, unser Anliegen heute war es, zu testen, wie nutzerfreundlich unser Online-Wahlsystem ist und wo wir es noch verbessern können.  Und glaubst du, jetzt, wo du unser System getestet hast, dass Online-Wahlen eine Möglichkeit für die Zukunft sind?

Ja, schon, aber die Frage ist wofür? Also wenn man sie für politische Wahlen nutzt, sehe ich ziemliche Sicherheitsprobleme, sprich es besteht die Gefahr des Hackens und natürlich taucht dann auch die Frage auf, wie nachvollziehbar die Stimmabgabe ist. Wie stellt man sicher, dass wirklich alle Stimmen richtig gezählt werden oder was geschieht, wenn es einen Stromausfall gibt. Es stellt sich die Frage, was passiert, wenn jemand das System hackt? Denn jedes System kann gehackt werden. Wie kann man Verfälschungen vorbeugen? Ja, da wäre ich momentan skeptisch, da ich nicht weiß, ob es ein so bombensicheres System gibt. Aber für Vorstandswahlen im Verein. Oder wenn man sagt, wir benötigen in unserem Unternehmen mit 200 Angestellten ein Organisationskomitee für irgendetwas und fünf Leute kandidieren, aber wir benötigen nur zwei. Gib doch mal deine Stimme online ab. Das ist dann sicherlich mit einem Online-Wahl-Tool einfacher als eine E-Mail an 200 Leute zu versenden und sie so zu befragen.

Aber genau auf diese Situationen sind wir vorbereitet, denn zum einen verfügen wir über ein ausgeklügeltes Alarmsystem, das sofort einen Polyas Mitarbeiter benachrichtigt, sobald Unregelmäßigkeiten auftauchen. Zum anderen arbeiten wir mit gespiegelten Festplatten und Servern an verschiedenen Standorten, so dass wir eine Ausfallsicherheit von 99% gewährleisten können. Unsere Online-Wahlsoftware wurde auch durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nach Common Criteria Standards zertifiziert.

Mehr zur Verifikation des Wahlergebnisses bei Polyas können Sie hier nachlesen.

Den Sinn von Online-Wahlen und den praktischen Nutzen kann ich erkennen. Sicherlich, wenn in meiner Firma oder von mir aus auch an meiner Uni Wahlen online abgehalten werden, würde ich teilnehmen.
Und selber abhalten? Ich bin in einigen Vereinen und bin dort auch im Vorstand tätig, diese Vereine sind allerdings recht klein, deshalb halten wir Mitgliederversammlungen für die Vorstandswahlen ab. Das heißt, wenn man wenige Mitglieder hat, kann man eben sagen, alle die wollen und Zeit haben, treffen sich in einem Restaurant und dann wird per Handzeichen gewählt. Dann kann man sich auf der Mitgliederversammlung treffen und Zeit miteinander verbringen und die Vorstandswahl gleich damit verknüpfen. Vielleicht sind einige Vereinsmitglieder auch älter und das Online-Wählen und Dateien hoch- und herunterladen, ist eventuell etwas kompliziert.

Aber die Stimmabgabe, das muss ich kurz anfügen, funktioniert bei Polyas sehr intuitiv und ist einfach. Die Nutzer müssen dabei nichts hoch- oder herunterladen. Sie benötigen nur einen Internetzugang und einen E-Mail-Account.

Wenn Sie Weiteres zur sicheren und bequemen Stimmabgabe bei der Online-Wahl mit Polyas erfahren wollen, können Sie dies hier tun.

Ja, gut, die Stimmabgabe ist auch ein anderes Feld.
Jedenfalls glaube ich, dass es für bestimmte Zwecke sehr praktisch ist online zu wählen. In Unternehmen oder Organisationen und Vereinen mit vielen Mitgliedern oder Mitgliedern an verschiedenen Orten. Ich kann mir auch vorstellen, dass es Tools gibt, die ein ähnliches Produkt anbieten, aber kostenlos sind.

Na ja, aber dann muss eben man bei der Sicherheit Abstriche machen.

Ja, das kann sein und gerade Unternehmen und Firmen haben dann lieber sichere Ergebnisse und sichere Wahlen sowie bestätigte Ergebnisse und geben dafür etwas Geld aus. Ja, ich sehe den Nutzen davon schon.

Vielen Dank für das Interview. Wir konnten durch den Usability Test Fall schon viele Ideen sammeln, die wir schnell umsetzen wollen, um Polyas noch besser zu machen.

About Elisa Utterodt

Egal ob in Österreich, Syrien oder den USA, politische Entscheidungen und Demokratie sind für mich nicht nur in Deutschland von Belang. Vor allem der Einfluss der Digitalisierung auf Kultur und Gesellschaft ist für mich ein spannendes wie aktuelles Thema, über das ich gerne berichte. Wenn ich nicht gerade Zeitung lese oder meine Twittertimeline checke, schaue ich mir zur Entspannung Bundestagsdebatten im Fernsehen an. Seit März dieses Jahres bin ich bei Polyas für die Pflege der Social Media Kanäle zuständig, schreibe Blogartikel und unterstütze das Online-Marketing-Team.

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