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Mein Name ist Bernd und ich bin der Durchschnittsdigitale, der sich für Sie auf die Suche nach den neuen Möglichkeiten der „digitalen Gesellschaft“ macht. Vielleicht kennen Sie mich schon aus meinen zwei vorherigen Blogbeiträgen zum den Themen: Die digitale Gesellschaft und der Weg zur Arbeit und Schrei vor Glück! Wie das Internet unser Einkaufsverhalten verändert.

Auf meiner Suche bin ich gerade auf ein weiteres interessantes Thema gestoßen: Smart Home. Das heißt frei übersetzt so viel wie „cleveres Zuhause“.

Klingt gut, dachte ich mir – und habe da mal recherchiert. Wie es sich für einen echten Digital-Fan gehört, ist es natürlich nicht bei der Recherche geblieben. Heute erzähle ich Ihnen deshalb, was meine Wohnung seit Kurzem alles kann!

Mein neues smartes, digitales Zuhause

Kaffee vorprogrammiert

Wie Leben und Technik 2015 aussehen sollen, das wissen wir, seit wir vor 30 Jahren Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“ gesehen haben. Aber es sollte alles ganz anders kommen. Auch wenn es nicht ganz so Science-Fiction-mäßig aussieht, wie in Robert Zemeckis Drehbuch, ein bisschen wie bei „Raumschiff-Enterprise“ fühle ich mich schon, wenn ich nun meinen Tag beginne.

Denn wenn ich aufstehe, ist der Kaffee bereits fertig. Wie das? Ganz einfach: Ich bin nun im Besitz von internetfähigen Steckdosen. Diese sind mit meinem WLAN-Router verbunden. Die passende App dazu habe ich auf meinem Handy. Hier habe ich eingestellt, wann die Kaffeemaschine morgens anspringen soll: nämlich eine Viertelstunde vor meiner eigentlichen Weckzeit. Ich brauche also nur in die Küche laufen und den fertigen Kaffee in die Tasse füllen.

Smart Home, Smart Living, Smart Building, intelligentes Wohnen, intelligentes Haus

Ein kleiner Abstecher ins Bad zeigt eine weitere meiner neuen Errungenschaften: eine internetfähige Steckdose, die zusätzlich einen Bewegungsmelder hat. Wenn ich den Raum verlasse, geht das Licht aus. Von alleine. Ich werde mich also nie wieder ärgern, dass ich das Licht angelassen (und damit teuren Strom verschwendet) habe.

Was für die Kaffeemaschine geht, funktioniert natürlich auch für alle anderen elektrischen Geräte: Waschmaschine, Spülmaschine usw. Die Steckdosen lassen sich dabei auch noch unterschiedlich schalten: einmal oder mehrmals täglich, wöchentlich, pünktlich zum Sonnenaufgang oder -untergang oder per Kalender.

Das Licht im Flur geht an (von alleine!). Das ist meine selbsterdachte Erinnerungsfunktion für Trödler wie mich. Das Licht sagt mir, dass ich jetzt schleunigst losgehen sollte, wenn ich noch pünktlich im Büro sein will. Also: Auf, auf und davon!

Sicher ist sicher – das weiß jetzt auch mein Handy.

Smart Home ist aber nicht nur für Kaffeemaschinen-Spielerein und Bequemlichkeiten da. Obwohl ich es natürlich bequem mag (ich fahre heute z. B. lieber mit dem Bus als mit dem Fahrrad). Aber die neue Technik kann mehr. Nachdem z. B. zuletzt im Nebenhaus eingebrochen wurde, sind die Nachbarn alle etwas aus dem Häuschen und um die Sicherheit besorgt.

Ich lasse mich schön vom Bus hin- und herschaukeln und zücke mein Smartphone. Denn als persönliche Reaktion auf die Einbruchsgeschichte habe ich nun ein „smartes“ Sicherheitssystem. Ich checke also meine Sicherheits-aApp und weiß: Zuhause ist alles in Ordnung.

Mein digitales Sicherheitssystem erkennt z. B. ob jemand versucht, sich Zutritt zu meinen vier Wänden zu verschaffen. In diesem Fall würde die Sirene losgehen, die Polizei benachrichtigt und ich würde eine Benachrichtigung auf meinem Handy bekommen.

Das Ganze funktioniert über Bewegungsmelder, Kameras und Sensoren an Fenstern und Türen. Die checken auch, ob eine Tür „normal“ aufgeht oder ob sich jemand rabiater ans Werk macht. Oder ob es sich um einen krabbelnden Einbrecher oder den Nachbarshund handelt.

Manche Alarmsysteme erkennen die familieneigenen Stimmen und Gesichter und steuern außerdem noch die Rauchmelder. Ganz ausgefuchste Systeme simulieren durch Rolladen-Bewegung und Lichtveränderung, dass jemand im Haus ist – obwohl sich die Bewohner vielleicht gerade im Urlaub befinden.

Andere wiederum spielen beim unbefugten Näherkommen Alltagsgeräusche ab, als würde sich jemand im Haus befinden.

Die Heizung weiß, wann ich nach Hause komme.

Jetzt ist es an der Zeit, dass ich Ihnen von meiner absoluten Lieblingssache an meinem Smart Home erzähle! Die Smart-Erweiterungen für die Heizung.

Die ist jetzt so „klug“, dass ich einen Haufen Energie sparen kann, ohne mich ständig darum zu kümmern. Beispielsweise geht sie jetzt automatisch aus, wenn ich lüfte. Ich werde auch benachrichtigt, wenn es anfängt zu regnen, obwohl noch Fenster offen sind (das funktioniert über Sensoren, die am Fenster angebracht sind und mit der Heizung kommunizieren).

Außerdem informiert sich meine Heizung jetzt beim Wetterbericht – ehrlich wahr! Und wenn ich nichts Anderes einstelle, wird die nötige Wärme berechnet, die die Heizung dem Wetterbericht entsprechend abgeben muss.

Habe ich mal vergessen, die Heizung abzudrehen, auch kein Problem. Denn entfernt sich mein Smartphone um mehr als ein paar hundert Meter von meiner Wohnung, regelt sich die Heizung automatisch runter – denn sie weiß: Bernd ist nicht zuhause.

Smart-Home-Lösungen stoßen auf reges Interesse bei Konsumenten

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Digital Energie und Zeit sparen

Sie sehen, meine Wohnung kann schon eine ganze Menge. Und mir macht es Spaß, diese ganzen Dinge auszuprobieren. Wie sich hierüber weiter Energie, Kosten und Zeit sparen lassen, werde ich über die nächsten Monate weiter testen. Dabei sind Steckdosen, Heizung und Alarmanlage noch nicht alles.

Zuletzt las ich z. B. von einer Haustür, die warnt, wenn man vergisst, sie abzuschließen. Oder von einer automatischen Bewässerung für Zimmerpflanzen, wenn eine heiße Woche bevorsteht. Oder von einem Kühlschrank, der dem digitalen Einkaufszettel sagt, was gerade fehlt.

Mittlerweile gibt es digitale Seniorenüberwachung, damit im Notfall schnell Hilfe kommen kann. Und sicher haben Sie schon einmal einen von diesen kleinen Roboter-Rasenmähern gesehen? Die gibt es auch als Staubsauer. Außerdem: Stromzähler, die nur dann Strom aus dem Netz ziehen, wenn er gerade sehr günstig ist, oder UV-Sensoren, die die Rollos runterlassen, wenn die Sonneneinstrahlung zu stark ist. Oder Briefkästen, die Bescheid sagen, wenn neue Post da ist.

Auf die Spitze treibt es aber der Xing-Gründer Lars Hinrichs. Mit dem Apartimentum hat er ein Haus gebaut, das alles kann, was das Jahr 2015 an vernetzter Technik zu bieten hat.