Direkte Demokratie: Volksentscheid, Bürgerbeteiligung und Bürgerinitiativen

Im ersten Teil unserer Serie über Jugendparlamente haben wir die Aufgaben des Parlaments aufgezählt. Im folgenden Beitrag soll es um die Jugendparlamentswahl gehen außerdem zeigen wir, wie Jugendliche von einer Digitalisierung der Wahlprozesse profitieren können.

Jugendparlamente sollen Kinder und Jugendliche einer Gemeinde für Demokratie begeistern. Sie sollen ihnen zeigen, dass ihre Stimme gehört wird und eine Gesellschaft von Partizipation lebt.

In der Regel dauern die Legislaturperioden des Jugendparlaments zwei bis drei Jahre. Dann steht wieder eine Jugendparlamentswahl an. Die Delegierten werden dabei direkt gewählt. Wie viele Delegierte es gibt, ist abhängig von der Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in der Gemeinde leben. Meist verfügen alle Kinder und Jugendlichen innerhalb einer bestimmten Altersspanne verfügen über das aktive und passive Wahlrecht. Das bedeutet, sie können sowohl wählen, als auch gewählt werden.

Wie groß die Altersspanne ist, ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Die untere Grenze liegt meistens bei acht bis zwölf Jahren. In manchen Orten können Jugendliche mit 18 Jahren das letzte Mal an einer Jugendparlamentswahl teilnehmen, in anderen mit 21 Jahren. Vielerorts werden vor der Wahl die Wähler per Brief angeschrieben und erhalten so auch ihre Wahlunterlagen.

Jugendparlamentswahl: Same same but different

Das sorgt für Kritik. Die Wahlprozesse seien lediglich eine Kopie der Strukturen bei Wahlen für Erwachsene. Diese würden völlig an der Lebensrealität der Jugendlichen vorbeigehen, was sich auch an einer niedrigen Wahlbeteiligung zeige. Doch es gibt Alternativen.

In einigen Städten finden Wahlen zum Beispiel in Schulen statt. Hier ist die Wahlbeteiligung meistens höher. Das zeigt, dass die Etablierung des Wahlprozesses im Alltag der Kinder und Jugendlichen nötig ist, um das Interesse für die Jugendparlamentswahl zu steigern. Eine Möglichkeit ist daher, die Jugendparlamentswahl online durchzuführen.

Eine Online-Jugendparlamentswahl wäre eine logische Konsequenz für die Generation Smartphone. Die Informationen zur Wahl können einfach per Mail verschickt werden, das spart Papier und schont die Umwelt. Die Jugendlichen können ihre Stimme außerdem von überall aus abgeben – zu Hause auf dem Sofa, in der Schule oder im Verein. Auch die Auszählung der Stimmen geht um ein Vielfaches schneller und die Wahlleitung erhält rechtssichere Wahlergebnisse auf Knopfdruck. So können Kosten gesenkt und Aufwände reduziert werden.

Der Alltag der Jugendlichen ist digital – ob in der Schule oder in Freizeit. Warum sollte es in der Politik anders sein?

Lesen Sie hier, den Erfahrungsbericht der Online-Wahl zum Kreisjugendparlament Marburg-Biedenkopf

About Laila Oudray

Um die Welt zu gestalten und zu verbessern, benötigt man Informationen. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, diese Informationen zu recherchieren und hoffentlich unterhaltsam aufzubereiten. Wenn ich nicht gerade das World Wide Web für die interessantesten Themen durchforste, lebe ich meine musikalische Seite aus und singe (wie man mir sagt, auch gar nicht so schlecht). Seit April arbeite ich bei Polyas. Hier bin ich für die Pressearbeit zuständig und schreibe Blogartikel.

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Digitale Demokratie

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