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29.11.2015: Immer wieder sonntags.

Wieder ist ein Sonntag rum und wieder entschied sich am traditionellen Wahltag die politische Aufstellung von Ländern und Städten weltweit.

#BurkinaFaso

Nach 27 Jahren im Amt wurde Präsident Blaise Compaoré durch Proteste 2014 zum Rücktritt gezwungen.
Daraufhin unternahm die Präsidentengarde, eine elitäre Gruppierung aus dem Lager des ehemaligen Präsidenten, einen Putschversuch gegen die Übergangsregierung, der nach wenigen Wochen scheiterte (FAZ). Die Putschisten baten um Straffreiheit, verzögerten jedoch die Neuwahlen von Oktober auf Ende November.

Nun standen die Burkinabe für die demokratischsten Wahlen in der Landesgeschichte Schlange. Seit der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich 1960, gab es in einem der ärmsten Länder der Welt (GIZ) insgesamt sechs Putsche. Gerade die jungen Burkinabe fordern dementsprechend eine solide Demokratie. Der Wunsch könnte in Erfüllung gehen, denn mit zwei nicht-amtierenden Kandidaten und einer aufgelösten Präsidentengarde, stehen die Wahl im demokratischen Licht, so der The Guardian.

Erst Montagabend wird sich entscheiden, ob der ehemalige Ministerpräsident Marc Christian Kaboré oder der ehemalige Finanzminister Zéphirin Diabré die Präsidentschaft übernimmt.