Mit dem Bezirk-O-Mat leichter zu einer Entscheidung kommen.

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung hat sich bereits seit Jahren als Entscheidungshilfe bei Wahlen etabliert. Dabei werden dem Nutzer Aussagen vorgelegt, denen er zustimmen oder widersprechen kann. Der Wahl-O-Mat zeigt im Anschluss die Parteien an, mit denen es die größte Übereinstimmung gibt. Jetzt gibt es eine Neuerung.

Selbstverständlich stellt der Wahl-O-Mat allein keine ausreichende Recherche im Vorfeld einer Wahl dar, kann aber bestimmte Anhaltspunkte geben. Lesen Sie mehr über den Wahl-O-Mat in unserem Wahllexikon.

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 18. September wird diese Wahlhilfe wieder angeboten. Doch zugleich gibt es in diesem Jahr eine Neuerung, die vom Tagesspiegel eingeführt wurde: der Bezirk-O-Mat.

Welche Partei repräsentiert meine Wünsche in meinem Bezirk?

Neben der Abgeordnetenhauswahl werden am 18. September in den zwölf Bezirken Berlins die Bezirksverordnetenversammlungen gewählt. Anders als bei der Abgeordnetenwahl wird in den Medien wenig darüber berichtet, sodass sich die Informationssuche etwas schwieriger gestaltet.

Zudem sind bei den Wahlen in den Bezirken auch andere Parteien zugelassen und diese müssen sich um viel spezifischere Probleme kümmern, die nur die Bürger in diesem Gebiet betreffen.

Der Bezirk-O-Mat soll eine Orientierungshilfe darstellen, um die Wähler für die Parteien in ihrem Ort zu sensibilisieren und aufzuklären. Auf der Seite sollen die Nutzer zunächst ihren Bezirk angeben, dann werden ihnen 10 Aussagen vorgestellt. Denen können sie entweder zustimmen oder widersprechen. Außerdem gibt es die Möglichkeit mit „teils/teils“ zu antworten.

Nach der Eingabe findet eine Auswertung statt, bei der gezeigt wird, mit welcher Partei der Nutzer am häufigsten übereinstimmt. Darüber hinaus sind dann auch die genauen Statements der Parteien zu den Positionen zu lesen, damit der potentielle Wähler nachvollziehen kann, wie eine Partei ihre Entscheidung begründet.

Fazit zum Bezirk-O-Mat

Der Bezirk-O-Mat ist eine gute Möglichkeit, sich auch mit der Lokalpolitik auf kleinster Ebene zu beschäftigen und schafft somit eine gute erste Orientierung für den Wähler.

Leider werden dem Nutzer nur zehn Aussagen vorgestellt, die mit den Parteipositionen verglichen werden. Zudem ist beim „teils/teils“ zu ungenau, was genau damit gemeint ist. Außerdem fehlt die Möglichkeit eine Aussage zu überspringen oder zu gewichten, um so dem Ergebnis mehr Aussagekraft zu verleihen.

Doch trotz der Kritikpunkte, war der Bezirk-O-Mat schon lange überfällig und sollte auch in anderen Ländern eingeführt werden.

About Laila Oudray

Um die Welt zu gestalten und zu verbessern, benötigt man Informationen. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, diese Informationen zu recherchieren und hoffentlich unterhaltsam aufzubereiten. Wenn ich nicht gerade das World Wide Web für die interessantesten Themen durchforste, lebe ich meine musikalische Seite aus und singe (wie man mir sagt, auch gar nicht so schlecht). Seit April arbeite ich bei Polyas. Hier bin ich für die Pressearbeit zuständig und schreibe Blogartikel.

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Digitale Demokratie

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