Die VR-Bank Kitzingen hat ihre Vertreterwahl online mit Polyas durchgeführt.

Nachgefragt … Ich spreche heute mit Frau Friedrich, der Bereichsleiterin des Vorstandssekretariats bei der VR Bank Kitzingen eG. Die VR Bank Kitzingen eG hat ihre Vertreterwahl online mit Polyas durchgeführt und konnte so die Wahlbeteiligung steigern und die Wahlkosten senken. Im Interview erklärt Frau Friedrich, wieso sich die Bank für die Online-Wahl entschieden hat.

Wieso hatten sie sich damals dafür entschieden Ihre Vertreter online zu wählen?

Wir haben uns dafür entschieden online zu wählen, weil wir die Wahl sowohl für uns als auch für die Mitglieder einfacher machen wollten. Dadurch hatten wir zum Beispiel nicht das Problem, dass wir Tausende von Stimmzetteln manuell auswerten mussten. Auch mussten wir bei vorherigen Wahlen alle Wahlunterlagen per Post versenden, was unter Umweltgesichtspunkten nicht unseren idealen Vorstellungen entspricht. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden unseren Genossenschaftsmitgliedern neben der Briefwahl auch die Online-Wahl anzubieten.

Haben Sie bei der Umstellung von der Briefwahl auf die Online-Wahl Unterschiede in der Wahlorganisation festgestellt?

Wir haben den Wahlberechtigten bei der Vertreterwahl zwei Wahlverfahren angeboten. So konnten jene Kunden, die über einen Online-Banking-Zugang verfügen, über diesen auch online abstimmen. Kunden, die das Online-Banking bislang nicht nutzen, haben wiederum alle Wahlunterlagen auf dem Postweg erhalten.

Das erleichterte uns die Organisation der Wahl maßgeblich. So konnten wir zum Beispiel Kosten beim Druck der Wahlunterlagen einsparen und auch den Aufwand senken.

Auch für die Kunden wurde die Stimmabgabe bequemer. So mussten sie die Briefwahlunterlagen früher persönlich in die Geschäftsstelle bringen, um ihre Stimme abzugeben. Bei der Online-Stimmabgabe können Sie das in Ruhe von zuhause erledigen.

Erfahren Sie, wie sie Ihr Wahlmanagement mit der Online-Wahl vereinfachen können.

Wie hat die Tatsache, dass Sie die Online-Wahl mitangeboten haben die Wahlbeteiligung beeinflusst?

Unsere Wahlbeteiligung ist deutlich gestiegen. Wir hatten dieses Jahr eine Wahlbeteiligung von insgesamt 8 Prozent. Bei unseren letzten Wahlen 2011 lag diese nur bei 5,4 Prozent.

Besonders interessant ist die prozentuale Verteilung der Wähler auf die verschiedenen Verfahren zur Stimmabgabe. Wir sind zu Beginn davon ausgegangen, dass zwei Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimme per Brief abgeben würden und nur ein Drittel die Online-Wahl nutzen wird. So haben wir die Wahlunterlagen zu zwei Dritteln per Post versendet und nur ein Drittel hat die Zugangsdaten über das Online-Banking-Portal erhalten. Allerdings waren in den Briefwahlunterlagen auch die Zugangsdaten für das Online-Wahlsystem enthalten. Zum Schluss stellte sich heraus, dass die Wähler die Online-Wahl besser angenommen haben als gedacht. Schließlich haben zwei Drittel der Wähler online und nur ein Drittel per Brief abgestimmt. Die Wahlbeteiligung wurde durch die bequeme und einfache Art und Weise der Online-Wahl definitiv gefördert.

Interview zur Online-Wahl der VR Bank Kitzingen

Waren die Wähler zufrieden mit der Online-Wahl?

Bei unserer ersten Online-Wahl mit einem anderen Anbieter gab es viel Kritik in Bezug auf die Verfügbarkeit des Wahl-Portals. Dieses Mal erhielten wir überhaupt kein negatives Feedback in Bezug auf die Online-Wahlplattform und die Durchführung der Stimmabgabe. Die Zufriedenheit spiegelt sich auch in der hohen Wahlbeteiligung wider. Insgesamt war die Wahl für uns ein Erfolg.

Haben Sie im Vorfeld der Vertreterwahl auch online Wahl-Marketing gemacht? Hat sich das Wahl-Marketing positiv auf die Wahl ausgewirkt?

Wir haben den Wahlprozess auf unserer Internetseite transparent dargestellt und offen über die Wahl und das elektronische Wahlsystem von Polyas informiert. Vor allem war es uns wichtig hervorzuheben, dass auch bei der Online-Wahl mit Polyas das Wahlgeheimnis  gewahrt ist. Insgesamt haben wir gemerkt, dass die transparente Information über die Vertreterwahl auf der Website positive Auswirkungen auf die Wahl hatte. Die offene Kommunikation hat aus unserer Sicht dazu geführt, dass es insgesamt mehr Interesse an der Wahl gab.

Würden Sie beim nächsten Mal mehr Wahlmarketing machen?

Für die Zukunft planen wir mehr im Bereich Newsletter zu machen. Wir haben weniger Kritik zum Wahlverfahren bekommen und mehr zur Kandidatenaufstellung. Bei unserer nächsten Wahl planen wir daher früher mit der Wahlplanung anzufangen und eine Kontaktperson als Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. Dadurch werden wir im Vorfeld besser über die Kandidatenaufstellung informieren können.

Werden Sie Ihre Vertreterwahlen auch in Zukunft online managen?

Wir werden auf jeden Fall weiterhin Online-Wahlen anbieten und die Möglichkeit zur Online-Wahl ausbauen. Da immer mehr Kunden unseren Online-Service nutzen. So rechnen wir allein in diesem Jahr mit einem Zuwachs von ca. 10 Prozent in diesem Bereich. Irgendwann werden wir wahrscheinlich nur noch die Online-Wahl anbieten. Die Zugangsdaten versenden wir aus juristischen Gründen aber weiterhin teilweise per Brief. Unser Ziel ist es bei der nächsten Vertreterwahl 2021 nur noch das Online-Wahlverfahren anzubieten.

Frau Friedrich, ich danke Ihnen für das Interview.