Technik
Der technische Aufbau 2.0
Der prinzipielle technische Aufbau von POLYAS basiert auf dem Grundsatz der strikten Trennung von Wählerverzeichnis und Wahlurne. Durch Anmeldung am elektronischen Wählerverzeichnis erhält der Wahlberechtigte einen temporären Wahlschlüssel. Die Anmeldung am Wahlsystem kann auf verschiedenste Art und Weise vollzogen werden und reicht von dem vom Online-Banking bekannten PIN-TAN-Verfahren bis hin zur digitalen Signatur.
Durch Erhalt des temporären Wahlschlüssels wird der Wahlberechtigte anonymisiert. Ein Rückschluss auf seine Stimmabgabe ist somit auch unter dem Aspekt der Einhaltung der Wahlrechtsgrundsätze vollkommen unmöglich.
Weitere technische Details können gerne auf Rückfrage erläutert werden.
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Wahlvorstandsclient
Der größte Vorbehalt gegenüber elektronischen Wahlen ist stets ihre angeblich mangelnde Transparenz. Die sogenannte „Black Box“ ist zur beliebten Metapher der Kritiker moderner Wahlsysteme geworden.
POLYAS begegnet diesen Ressentiments mit dem sogenannten Wahlvorstandsclient. Dieser ermöglicht es dem Wahlveranstalter, seine Wahl selbstständig zu kontrollieren. Eine Art virtueller Leitstand versetzt ihn in die Lage, das Wahlsystem während der laufenden Wahl auf Herz und Nieren zu prüfen und sich über die Integrität aller transferierten Daten Rechenschaft geben zu lassen. Im Rahmen eines systeminternen Selbsttests stellt der Wahlvorstandsclient dem Wahlleiter folgende Informationen zur Verfügung:
Heartbeat:
In der Rubrik Heartbeat informiert der Wahlvorstandsclient über die Funktionstüchtigkeit der einzelnen Teilsysteme Wahlurne, Wählerverzeichnis und Validator. Wenn diese gegeben ist, lautet die kurze Botschaft „OK“.
Systemzeiten zum Testzeitpunkt:
Der Wahlvorstandsclient gleicht die Uhren der drei Teilsysteme ab und gibt an, zu welchem Zeitpunkt er deren Heartbeat überprüft hat.
Wähler- und Stimmzahlen:
Der Wahlvorstandsclient macht den Status der laufenden Wahl transparent – selbstverständlich ohne die Grundsätze freier, gleicher und geheimer Wahen zu verletzen. Der Wahlleiter sieht lediglich, wie viele Wahlberechtigte insgesamt zur Wahl aufgerufen wurden, wie viele davon schon gewählt haben und wie viele Stimmzettel bereits in der Urne abgelegt sind.
Prüfsummenintegrität:
Sämtliche transferierten Daten werden bei POLYAS asymmetrisch verschlüsselt. Damit der Wahlleiter die Integrität der Wahldaten kontrollieren kann, macht ihm der Wahlvorstandsclient die Integrität der Prüfsummen transparent. Ist diese gegeben, lautet auch hier die kurze Botschaft „OK“. Sollte sie aus irgendwelchen Gründen nicht gegeben sein, wäre die Botschaft „FAIL“ und der Wahleiter könnte entsprechend reagieren.



