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21. 10. 2008 | Mitbestimmung 2.0
Micromata stellt das erste rechtsverbindliche Online-Abstimmungssystem fertig
Mit POLYAS-Abstimmungen eröffnen elektronische Wahlformen neue Perspektiven der basisdemokratischen Einflussnahme für Organisationen. Das Kasseler Softwareunternehmen Micromata, Pionier auf dem Gebiet der Onlinewahlen und Anbieter der Wahlsoftware POLYAS, stellt ein neues Produkt vor: POLYAS-Abstimmungen.
Vereine, Verbände, Betriebe und Institutionen sind eingeladen, diese nutzerfreundliche und manipulationssichere Abstimmungssoftware einfach, schnell und kostengünstig direkt über das Internet zu nutzen.
Mitbestimmung als Grundstein der Demokratie
Der Eckpfeiler einer demokratischen Vereins- und Unternehmenskultur ist das Mitbestimmungsrecht der einzelnen Mitglieder. Ganz egal ob es sich um die Wahl von Personen handelt oder die Abstimmung in einer Sachfrage: Die paritätische Einbindung aller Mitglieder ist für viele Unternehmen und Institutionen eine Selbstverständlichkeit oder sogar per Satzung vorgeschrieben.
POLYAS-Abstimmungen setzt genau hier an und unterstützt das basisdemokratische Prinzip innerhalb öffentlich-rechtlicher oder privatwirtschaftlicher Organisationsformen.
Zu diesem Zweck ist es speziell auf die Bedürfnisse von Gremien und Ausschüssen zugeschnitten. Die typischen Einsatzgebiete des Moduls sind innerbetriebliche Wahlen von Vorständen und Vertretungen, Betriebs- oder Personalräten.
Von gesellschaftspolitischer Relevanz
Wie POLYAS selbst fördert auch POLYAS-Abstimmungen die Mitbestimmung und stärkt das basisdemokratische Prinzip innerhalb öffentlich-rechtlicher oder privatwirtschaftlicher Organisationsformen. Es trägt somit entscheidend zur Demokratisierung der Gesellschaft bei.
Nach demokratischen Grundsätzen
POLYAS-Abstimmungen erfüllt alle Kriterien rechtsverbindlicher und demokratischer Wahlen. Es ermöglicht eine freie, geheime, gleiche und unmittelbare Stimmabgabe. Das System stellt sicher, dass ausschließlich Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben können und gewährleistet, dass die einzelne Stimme anonymisiert ist, also nicht dem Wähler zugeordnet werden kann.
Unbürokratisch und unkompliziert
Der praktische Nutzen von POLYAS-Abstimmungen ist vielseitig: Der Wahlakt wird von der Abgabe bis zur Auszählung der Stimmen insgesamt verkürzt. So müssen die Wahlberechtigten nicht persönlich erscheinen, sondern stimmen schnell und bequem über das Internet ab. Auch das Anlegen einer Abstimmung ist denkbar einfach: Der Abstimmungsleiter stellt sie mit wenigen Mausklicks ganz leicht im Wahlmodul ein und lädt das Wählerverzeichnis hoch. Anschließend werden die Teilnehmer per E-Mail zur Abstimmung eingeladen und können mit dem vom Online-Banking bekannten PIN-und-TAN-Verfahren ihre Stimmen abgeben. Das Abstimmungsmodul ist außerdem eine kostengünstige Alternative zu Briefwahlen, erspart es doch die Portokosten und reduziert den sonst üblichen bürokratischen Aufwand auf ein Minimum. Fazit: Der Einsatz des POLYAS-Abstimmungsmoduls führt zu deutlich wachsenden Wahlbeteiligungen und zu einer stärkeren Partizipation des Einzelnen an internen Entscheidungsprozessen.
POLYAS-Abstimmungen ist eine reine Internetanwendung, die keine externe Software erfordert. Sie ist selbsterklärend und auch für ungeübte User einfach zu bedienen.
Auf gesicherter Grundlage
Im POLYAS-Abstimmungen von Micromata stecken über zehn Jahre Entwicklung und praktische Erfahrung in Deutschland und auch international. Auch die erste rechtsverbindliche Internetwahl in Deutschland wurde 2003 mit POLYAS durchgeführt. Alle Erfahrungen sprechen für das System: Rund eine halbe Million Stimmen wurden mittlerweile über POLYAS abgegeben und ausgezählt. Derzeit wird mit POLYAS ein strenges Zertifizierungsverfahren nach den Common Criteria des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie) durchgeführt. Weltweit ist Deutschland mit diesen Sicherheitsanforderungen an Online-Wahlen ein Vorreiter in Sachen Sicherheit.
Online unter www.polyas.de
Ab sofort ist POLYAS-Abstimmungen unter http://www.polyas.de/abstimmungen.jsp nutzbar. Hinterlegt sind vordefinierte Abstimmungsmodule für die gängigen Anforderungen von Vereinen und Verbänden, privaten Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Als Serviceleistungen legt das Unternehmen unter anderem Wählerverzeichnisse an, gestaltet Wahlbenachrichtigungen und stellt eine 24-Stunden-Hotline bereit.
01.07.2008 Schutzprofil zertifiziert
Bundesamt für Sicherheit in der Informationsbranche zertifiziert Schutzprofil für Wahlsoftware
Die Ausarbeitung des zertifizierten Schutzprofils BSI-CC-PP0037 wurde von der Micromata GmbH aus Kassel entscheidend unterstützt.

Bonn, 26. Juni 2008
Das Schutzprofil „Basissatz von Sicherheitsanforderungen an Onlinewahlprodukte“ der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert worden.
Basierend auf den Common Criteria for Information Technology Security Evaluation (kurz Common Criteria) beachtet das Schutzprofil alle wesentlichen Kriterien des Datenschutzes und gewährleistet so die Einhaltung der allgemeinen Wahlrechtsgrundsätze der Bundesrepublik Deutschland.
Als Vorreiter auf dem Gebiet der Wahlsoftware war auch die Micromata GmbH aus Kassel maßgeblich an der Erarbeitung des Schutzprofils beteiligt.
„Mit der Definition eines Schutzprofils wird die Rechtsverbindlichkeit von Onlinewahlen und damit das Vetrauen der potentiellen Nutzer fundamental gestärkt. Damit ist auch der Weg für eine breitere Akzeptanz der neuen Technologie frei geworden“ so Kai Reinhard, Geschäftsführer der Micromata GmbH, der eigens für dieses Projekt zum Beiratsmitglied der BSI berufen wurde.
Die technologischen Voraussetzungen für eine sichere Wahlsoftware sind alles andere als banal. Auch eine Onlinewahl hat wie herkömmliche Wahlen selbstverständlich frei, gleich, geheim und unmittelbar zu sein. So muss die Identifizierung eines Wählers z. B. zuverlässig und dieser zur Teilnahme an der Wahl berechtigt sein. Wie bei herkömmlichen Wahlverfahren muss zudem sichergestellt werden, dass er seine Stimme nur einmal abgibt und dass keine Verbindung zwischen dem Wähler und seinem Votum hergestellt werden kann. Letzteres ist nicht nur rechtlich, sondern auch psychologisch von Gewicht, da eine Wahlsoftware nur so erfolgreich sein kann, wie der Nutzer seine Privatsphäre unverletzt sieht.
Die Liste der an der Entwicklung des Schutzprofils beteiligten Spezialisten enthält deshalb nicht von ungefähr die ganze Nomenklatura der deutschen IT-Kompetenz: die Gesellschaft für Informatik, das Deutsche Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und den Bundesdatenschutzbeauftragten sowie mehrere Universitäten. Koordiniert wurde die Zusammenarbeit von Prof. Dr. Rüdiger Grimm von der Universität Koblenz-Landau.
Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist ein wirksames Instrument des Verbraucherschutzes. Als zukünftiges Gütesiegel garantiert es die Sicherheit jeder damit zertifizierten Onlinewahlsoftware. Auch die Micromata GmbH strebt mit POLYAS die Zertifizierung nach diesem Schutzprofil an.
Das veröffentlichte Schutzprofil finden Sie hier: http://www.bsi.bund.de/cc/pplist/pplist.htm#PP0037
und weitere Informationen im Presseartikel auf heise.de: http://www.heise.de/newsticker/Sicherheitsanforderungen-fuer-Online-Wahlen-zertifiziert--/
Fotos zur öffentlichen Übergabe des Zertifikats:

v.l.n.r.: Gereon Kilian (BSI), Roland Vogt (DFKI), Stefan Jähnichen (GI e.V.), Prof. Rüdiger Grimm (Uni Koblenz), Irmela Ruhrmann (BSI), Melanie Volkamer (Uni Passau), Kai Reinhard (Micromata)

Irmela Ruhrmann (BSI), Stefan Jähnichen (GI e.V.)
18.06.2008 Wer die Wahl hat, wählt online
Redaktioneller Beitrag für den Verbändereport, Ausgabe 4/2008
Der Verbändereport ist der offizielle Informationsdienst für die Führungskräfte der Verbände und Organ der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V.. Für die aktuelle Ausgabe Software für Verbände hat die Micromata GmbH einen redaktionellen Beitrag zum Thema Onlinewahlen zur Verfügung gestellt. Den Inhalt des Beitrags lesen Sie hier:
Wer die Wahl hat, wählt online
Autoren: Jule Witte, Kai Reinhard
In Vereinen und Verbänden erleben wir eine besonders direkte Form der Demokratie, wie sie auf staatlicher Ebene allenfalls die Schweizer ihr Eigen nennen. Sie ist geprägt von einem hohen Maß an Mitbestimmung und der direkten Beteiligung ihrer Mitglieder. Beides ist fortschrittlich, geht aber mit großem organisatorischen und auch finanziellen Aufwand einher. Die neueste technologische Entwicklung kann hier Abhilfe schaffen.
Moderne Wahlsoftware führt die demokratische Idee auch technisch in das 21. Jahrhundert. Dabei stellt sie sich den Tatsachen: Zeitgenössische Technologien wie der Computer und das Internet sind aus dem Alltag der Menschen nicht mehr weg zu denken, erleichtern sie doch zahlreiche Arbeitsabläufe und beschleunigen den Informationsaustausch.
Dennoch bestehen zwischen Mensch und Technik noch vielerlei Berührungsängste und letztere hat es, ähnlich wie seinerzeit die Demokratie, oft schwer, sich gegen Vorurteile und Ressentiments zu behaupten. Auch im Bereich demokratischer Wahlverfahren greift man deshalb vielerorts auf Altbewährtes zurück und hält Wahlkabine und Wahlurne für das unerlässliche Instrumentarium der Stimmabgabe. Dabei können Wahlen vor allem in Vereinen und Verbänden inzwischen sehr viel einfacher und bequemer per Internet abgewickelt werden. Zum Beispiel mit der Wahlsoftware Polyas.
Begonnen hat alles im Jahr 1997 mit einem Pilotprojekt in Finnland, wo Polyas schon damals 70.000 Stimmabgaben bewältigen konnte. Im Jahr 2002 wurde vom Verein Kumulus e.V. die erste Juniorwahl in Deutschland durchgeführt und seitdem regelmäßig wiederholt.
Frau Barbara Zimmers ist Geschäftsführerin der Initiative D 21 e.V. Dieser gemeinnützige Verein hochrangiger Vertreter aus Wirtschaft und Politik hat das Ziel, die Innovationsfähigkeit Deutschlands zu stärken und setzt sich deshalb sehr engagiert für eine bessere Nutzung moderner Informationstechniken ein:
„Wir verwenden die Polyas-Technologie seit 2003 regelmäßig im Rahmen unserer Vorstandswahlen und kommen zu einer durchweg positiven Bilanz. Das Verfahren gibt uns die Sicherheit, dass die Wahlen den Anforderungen an Anonymität und der Authentizität entsprechen. Ein weiterer Vorteil liegt sicherlich in der enormen Kostenersparnis. Dank der neuen Wahltechnologie können Mitgliedern aufwendige und kostenintensive Anreisen erspart und sie können zudem viel schneller und direkter in unsere Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Die Nutzung des Internets für Gremiumswahlen und sonstige Abstimmungen sind für uns schon lange eine Selbstverständlichkeit.“
Die Popularität von Onlinewahlen ist in den letzten zehn Jahren stetig angestiegen. Die Gesellschaft für Informatik GI e.V. wählt schon seit mehreren Jahren nicht nur ihren Vereinsvorstand, sondern auch das Präsidium mit immerhin 20.000 wahlberechtigten Mitgliedern über Polyas.
Auch für die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG e.V. hat sich die Einführung von Onlinewahlen bezahlt gemacht. Europas größte Forschungsförderungsorganisation hatte bei der Wahl der Fachkollegien im Jahr 2007 ca. 100.000 Wahlbeteiligte zu verzeichnen. Wahlen solcher Größenordnung sind bei klassischen Verfahren mit großem organisatorischen Aufwand und hohen Kosten verbunden. Beides wird durch die Anwendung softwaretechnischer Wahlverfahren drastisch reduziert.
Bei alledem geht es nicht darum, bewährte Formen der Verbands- und Vereinsarbeit einfach durch Elektronik zu ersetzen. Präsenzveranstaltungen und Mitgliederversammlungen sind schließlich ein hohes Gut gelebter demokratischer Kultur. Nie wird Elektronik den Wert des persönlichen Gesprächs und des persönlichen Austauschs ersetzen können. Vielmehr geht es darum, die Werkzeuge eines Verbands oder Vereins an die neuen Zeiten anzupassen und so zu erweitern, dass die Mitglieder noch stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Um den Nutzern den Umstieg auf die moderne Wahlsoftware schmackhaft zu machen, wurde ein Abstimmungsmodul entwickelt, das eigens auf die Bedürfnisse kleinerer Vereine und Verbände ausgerichtet ist. Hier können Abstimmungen ohne großen organisatorischen Aufwand am Computer selbstständig angelegt, verwaltet und durchgeführt werden. Dabei stehen, je nach Gegenstand der Abstimmung zwei unterschiedliche Wahlverfahren zur Auswahl. Entweder es handelt sich um eine Abstimmung inhaltlicher Art, wo die Stimmberechtigten über die einzelnen Punkte mit „Ja“ oder „Nein“ abstimmen können, oder aber um eine Personenwahl, wo die Namen der Kandidaten und die Anzahl der Stimmen pro Wahlteilnehmer festgelegt werden.
In beiden Fällen bedarf es keiner großen IT-Kenntnisse oder Technik-Affinität der Nutzer. Das Modul ist bewusst so gestaltet, dass es für die Veranstalter und Teilnehmer einer Wahl leicht bedienbar weil selbsterklärend ist. Nach Abgabe der Stimme wird jedem Stimmberechtigten sein Votum erneut zur Prüfung angezeigt, bevor es von ihm endgültig und verbindlich per Mausklick, sozusagen dem elektronischen Urnengang, freigegeben wird.
Sicherheit wurde von Anfang an großgeschrieben. Zu Beginn war es die so genannte digitale Signatur, die, der Personalienprüfung in einem Wahllokal durchaus vergleichbar, sicherstellte, dass jeder Wahlteilnehmer sein Votum nur einmal abgab. Das Inkrafttreten des Signaturgesetzes im Sommer 2001 war deshalb ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte der Onlinewahlen. Mit dieser Anerkennung kryptographischer Verfahren wurde die Integrität jeder einzelnen elektronischen Stimmabgabe auch juristisch anerkannt. Da dieses Verfahren aber relativ aufwendig ist, wurde es schon bald durch das einfachere PIN-und TAN-Verfahren ergänzt.
Auch hier werden alle Rechtsgrundsätze von freien und geheimen Wahlen selbstredend hundertprozentig eingehalten. Dabei ist der jeweilige Sicherheitslevel von niedrig zu hoch individuell einstellbar: So ist er noch relativ gering, wenn als PIN die E-Mailadresse des Stimmberechtigten verwendet wird. Höher ist er bereits, wenn eine nur wenigen oder nur dem Stimmberechtigten bekannte Nummer als PIN verwendet wird. Am höchsten aber wird er, wenn die TAN durch ein Passwortverfahren zusätzlich codiert wird. Bei allen drei Varianten wird die anonyme Stimmabgabe gemäß der geltenden Wahlrechtsgrundsätze selbstverständlich garantiert.
Fassen wir also noch einmal zusammen: Moderne Onlinewahlverfahren sind zeitgemäß. Für viele Vereine und Verbände sind sie inzwischen sogar selbstverständlich. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Die Technik ist mittlerweile so ausgereift, dass sie mühelos sämtliche verfassungsrechtlichen Vorgaben einhält und bedenkenlos eingesetzt werden kann. Sie ist darüber hinaus wesentlich kostengünstiger als herkömmliche Wahlverfahren, da sie den Organisatoren den bis dahin üblichen Aufwand und den Stimmberechtigten lange Anfahrtswege erspart.
Wie einst die demokratische Idee aus Griechenland ihren Weg bis nach Amerika gefunden hat, wird auch die Internetwahl eines Tages in allen Vereinen und Verbänden als alltägliches Mittel demokratischer und rechtsverbindlicher Meinungsäußerung angekommen sein.

15.03.2007 Online-Wahl bei Kommunalwahl
Micromata verfasst Stellungnahme zum Thema Online-Wahl bei Kommunalwahl - Anhörung im Hessischen Landtag
Im hessischen Landtag findet am 21. März 2007 eine mündliche Anhörung zu einem Gesetzesentwurf statt, der als Alternative zur Briefwahl die Stimmabgabe per Internet vorschlägt.
Die diesbezüglich vorgeschlagene Änderung des hessischen Kommunalwahlgesetzes lässt die konkrete Ausgestaltung des Wahlgangs allerdings noch offen, dort heißt es:
§18 Abs. 2, Satz 2 (neu): "Ferner kann bestimmt werden, dass die Stimmabgabe per Internet abgegeben werden kann."
Micromata hat in diesem Zusammenhang eine Stellungnahme verfasst: Internetwahlen sind nach unserer Erfahrung technisch möglich und sicherheitstechnisch handhabbar, allerdings nur zusammen mit wohl definierten, erprobten Sicherheitsmaßnahmen, die im Vorfeld, sowie in der Vorbereitungs-, Ausführungs- und Nachbereitungsphase der Wahl anzuwenden sind.
Micromata regt daher die Berücksichtigung mehrerer Punkte an:
- Etwaiger Verwendung von Wahlsoftware sollte eine Sicherheitszertifizierung nach international anerkannten Kriterien vorausgehen.
- Wählerinnen und Wählern sollte eine hinreichende technische Unterstützung für den Standards der Briefwahl gemäßen Internetwahlen gewährleistet werden. Über die Verwendung von Pin- und Tan-Nummern, ähnlich dem Online-Banking, hinaus, könnte eine Signaturkarte zur Wählerauthentifizierung zwingend vorgeschrieben werden.
- Wahlbeobachtung ist auch bei Internetwahlen geboten. Es sollte ein Gremium als Äquivalent zu Wahlhelfern und Wahlbeobachtern (vergleichbar der gemeinsam agierenden Gruppe von Wahlbeobachtern aus den verschiedenen Parteien) geschaffen werden, dass die Einhaltung der Wahlgrundsätze überwacht und damit zur Vertrauensbildung bei Wählerinnen und Wählern sowie den Wahlkandidaten beiträgt.
- Die erstmalige Anwendung könnte über ein Pilotprojekt erfolgen, das die Onlinewahl als Alternative zur Briefwahl zulässt.
10.05.2004 POLYAS international im Einsatz
Neben bundesweiter Juniorwahl mit 40.000 Jugendlichen ist POLYAS auch international in Polen und Österreich im Einsatz
Erneut kommt das System POLYAS im Rahmen des Projektes Juniorwahl parallel zur Bundestagswahl zur Anwendung. Die Onlinewahl über die Internetpräsenz http://www.juniorwahl.de/ soll erstmals auch Schülerinnen und Schülern aus Österreich und Polen sowie mehreren deutschen Auslandsschulen auf vier Kontinenten die Teilnahme ermöglichen.
Der Zugriff für Wahlberechtigte wird erneut durch das bewährte PIN- und TAN-Verfahren ermöglicht. Vor Ort wollen die Beteiligten Schulen mit Unterstützung von Kumulus e.V. über die Einsetzung von Wahlhelfern und Wahlkabinen eine möglichst authentische Wahlumgebung schaffen, die den Grundsätzen allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gerecht wird.
Wahlunterlagen wie Webformulare wurden ob der internationalen Beteiligung mehrsprachig erstellt. Micromata freut sich darauf, dem Projekt die technische Infrastruktur zur Verfügung stellen zu können.

